Auto-Industrie mit großen Sorgen wegen hartem Brexit

Auto-Industrie: Brexit bringt Sorgen für Automobil Branche
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Die Auto-Industrie hat großen Sorgen, wegen eines eventuellen hartem Brexit der Briten aus der EU. Der Beschluss der Briten, die EU zu verlassen, ist mittlerweile ein halbes Jahr her. Nun warnt die Automobilbranche vor den beunruhigenden Folgen eines sogenannten No-Deal-Brexits. Erfahren Sie hier, weshalb die Automobilbranche gerade sehr besorgt ist.

Unmissverständliche Warnung

Die Automobilhersteller sprachen eine unmissverständliche Warnung aus: Sollte Großbritannien im März dieses Jahres aus der Europäischen Union austreten, ohne sich mit Brüssel auf ein Abkommen zu einigen, könnte das fatale Folgen für die Automobilbranche nach sich ziehen. Das offenbarte Johan van Zyn, Chef von Toyota-Europa, dem TV-Sender BBC. „Der Grund dafür, dass viele Hersteller in Großbritannien sind, ist, dass sie auf den europäischen Markt zollfrei exportieren konnten“, erklärte Van Zyl. „Der britische Markt ist für sich allein nicht groß genug, um ein Werk dieser Größe (Anm.: Das britische Automobilwerk Burnaston) zu rechtfertigen. Wenn wir nicht länger in den europäischen Markt verkaufen können, dann wird das Auswirkungen auf die Zukunft des Werks haben.“

Aussage mit Dramatik

Die Aussage beinhaltet durchaus ein gewisses Maß an Dramatik, denn die Automobilbranche ist für die Briten von großer Bedeutung. Derzeit zählt die Branche etwa 850 000 Mitarbeiter. Die Automobilhersteller Honda, Nissan und Toyota betreiben große Werke in Großbritannien. Beispielsweise produziert das Nissan-Werk in Sunderland etwa eine halbe Million Autos pro Jahr. 7000 Menschen arbeiten in diesem Werk. Ausgerechnet die stark von der Automobilherstellung profitierende Region rund um Sunderland hat mit einer deutlichen Mehrheit für den Brexit gestimmt.

Ungewisse Zukunft

Langsam wird den meisten Menschen klar, dass der Brexit nicht nur Vorteile mit sich bringt. Ein sogenannter harter Brexit könnte gravierende Folgen nach sich ziehen – besonders für weltweit vernetzte Firmen. Es verwundert also wenig, dass die Automobilbranche mit enormer Nervosität reagiert. Großbritanniens Automobilindustrie agiert modern und „just in time“, was bedeutet, dass die meisten Teile erst kurz bevor sie verbaut werden in den Werken eintreffen. Die Lieferketten bewegen sich durch weite Teile Europas.

Ein harter Brexit mit Zollschranken und Grenzkontrollen würde die Abläufe extrem entschleunigen und der britischen Automobilindustrie somit immens schaden. Zu Zeiten, in denen für viele Menschen noch Hoffnung auf einen sogenannten weichen Brexit bestand, schwieg die britische Automobilindustrie größtenteils. Das lag daran, dass man sich nicht mit dem EU-kritschen Boulevard der Nation anlegen wollte. Denn die rechtslastige britische Presse reagiert aggressiv auf Skeptiker des Brexits, was zuletzt Torsten Müller-Ötvös, Konzernchef von Rolls Royce, erfahren musste. Er wurde hart kritisert, nachdem er seine Angestellten kurz vor dem Referendum in einem Schreiben auf die eventuellen Folgen eines sogenannten harten Brexits hinwies. Zitat aus dem Schreiben an seine Mitarbeiter: „Wir können nicht annehmen, dass Großbritannien ein Freihandelsabkommen mit Europa außerhalb der EU gewährt werden würde.“

Versorgungsketten über Wochen behindert

Rolls Royce und Mini gehören zum in München ansässigen BMW-Konzern. Dieser beschäftigt etwa 9000 Mitarbeiter an vier Standorten in Großbritannien. Nur etwa 20% der in Oxford produzierten Minis bleiben im Inland. Die restlichen 80% werden exportiert. Deshalb haben die Chefs von BMW oder Audi schon vor einiger Zeit vor den Folgen des Brexits gewarnt. Über zwei Jahre später scheint es so, dass die Brexit-Verhandlungen tatsächlich scheitern.

BMW-Finanzchef Nicolas Peter verriet dem Nachrichtensender Sky News: „Sind wir vom Fortschritt (Anm.: der Brexit-Verhandlungen) enttäuscht? Ja, das sind wir. Daher bereiten wir uns für alle Szenarios vor, einschließlich eines harten, komplizierten Brexits, der sich wochenlang auf die Versorgungsketten auswirken würde.“ Darüber hinaus teilte Peter mit, dass es „viele, viele Teile“ gebe, welche täglich zwischen Großbritannien und Europa transportiert würden. Vor kurzem hat der BMW-Konzern mit der Ankündigung für Furore gesorgt, dass Anfang April 2019 – wenn die EU-Mitgliedschaft Großbritanniens endet – das Oxforder Mini-Werk für einige Wochen geschlossen bleiben soll. Grund hierfür seien Wartungsarbeiten, die vorgezogen wurden, um eventuellen Lieferengpässen vorzubeugen. Seitens BMW heißt es dazu: „Obwohl wir glauben, dass dieses schlimmstmögliche Szenario unwahrscheinlich ist, müssen wir dafür planen.“

Investitionen wurden verschoben

Der Chef der PSA Groupe, zu der Opel, Peugeot, Citroën und Vauxhall gehören, warnte zuletzt vor den drastischen Folgen im Falle eines harten Brexits. PSAs hauptsächliches Anliegen sei der unbeschränkte Handel, so Carlos Tavares gegenüber dem Nachrichtensender BBC. Doch die bislang deutlichste Warnung hat neulich der Chef von Jaguar Land Rover, Ralf Speth, geäußert. Die Werke könnten „zum Stillstand kommen,“ sollte es der Regierung nicht gelingen, sich mit Brüssel auf ein Abkommen zu eignen. Es könne „dramatische Konsequenzen für unsere Aktivitäten“ haben, so Speth. Dem Konzern würden Einbußen von etwa 1,2 Milliarden Pfund jährlich drohen, und Zehntausende Arbeitsplätze könnten verloren gehen.

Auch Speth wurde von Brexit-Hardlinern hart krisisiert – man warf ihm Angstmacherei vor. Einige Tage später reduzierte das Unternehmen seine Produktion, über 2000 Angestellte arbeiten nun nur noch drei Tage pro Woche. Dies sei unternommen worden, um Kündigungen zu verhindern, heißt es seitens des Konzerns.

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