Aviator

Der Film „Aviator“ ist eine Biografie über Howard Hughes. Er lebte 1905 bis 1976. Das amerikanische Filmdrama hatte seine Premiere, in New York, am 14. Dezember 2004. Der deutsche Kinostart war am 20. Januar 2005 und am 21. März 2008 lief er erstmals im deutschen Free-TV auf ProSieben.

Aviator [dt./OV]
  • Amazon Prime Video (Video on Demand)
  • Leonardo DiCaprio, Cate Blanchett, Kate Beckinsale (Schauspieler)
  • Martin Scorsese (Regisseur)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren

Howard Hughes hat das Glück, in einer reichen Familie aufzuwachsen. Sein Vater besitzt eine Ölfirma. Seine Mutter wäscht mit großer Hingabe die Wäsche und macht den restlichen Haushalt. Alles umgeben von unermesslichen Reichtümern und eine Menge Prunk. Im Alter von 22 Jahren stirbt sein Vater und mit einmal ist Howard selbst Multimillionär. Die Firma weiterzuführen ist nicht sein Ziel im Leben. Was wird er tun?

Aviator – Besetzung / Darsteller, Drehorte und Regie

Martin Scorsese ist nicht erst seit „Aviator“ ein legendärer Regisseur in Hollywood. Mit dem Drehbuch von John Logan machte er aus dem Leben von Howard Hughes, über eine Länge von 163 Minuten, eine imposante Geschichte. Mit dem Ergebnis konnten 23 Auszeichnungen erreicht werden, darunter fünf Oscars und drei Golden Globes. Die Produktion, für alle ab dem 12. Lebensjahr, entstand von Sandy Climan, Graham King, Charles Evans Junior und Michael Mann.

Kameramann Robert Richardson filmt in den Hauptrollen Cate Blanchett und Leonardo DiCaprio als Katharine Hepburn und Howard Hughes. Der Dreh fand an Orten statt, wie den USA, Deutschland oder Japan. Weitere Rollenvergaben: Kate Beckinsale ist als Ava Gardner zu sehen. John C. Reilly tritt als Noah Dietrich auf. Alec Baldwin bringt den Charakter Juan Trippe zum Leben. Alan Alda spielt Senior Ralph Owen Brewster. Dazu kommen: Ian Holm, Danny Huston, Gwen Stefani, Jude Law, Adam Scott, Matt Ross, Kelli Garner, Frances Conroy, Brent Spiner, Stanley DeSantis, Edward Herrmann, Willem Dafoe, Kenneth Welsh und Kevin O’Rourke.

Zusammenfassung & Inhalt vom Film „Aviator“

Erste und letzte Szene: Die Mama wäscht ihren Jungen und flößt ihm Warnungen über gesundheitliche Gefahren ein.

Howard ist mittlerweile erwachsen und viele Leute sind vor Ort, um seinen ersten Film zu realisieren. Die Premiere ist sehr aufwendig gestaltet. Ein Film, mit dem Titel „Hell’s Angels“, der während des Ersten Weltkriegs spielt. Für die Dreharbeiten investierte er Unsummen an Geld. Kurz vor Ende fällt ihm auf, dass die Zuschauer lieber einen Tonfilm bestaunen wollen. Worauf er einfach nochmal filmt. Auf Geld muss er nicht achten und so wird es ein voller Erfolg.

Katharine Hepburn ist ein selbstbewusster Filmstar und die sie werden ein Liebespaar. Howard hat sich offiziell der Fliegerei verschrieben, der auch seine ganze Hingabe gehört. Während seiner Arbeit in der Luftfahrtindustrie treibt ihm immer die Sucht nach Erfolg an. Immer wieder entstehen, unter seiner Leitung, neue Flugzeugtypen. Er selbst führt die Testflüge durch. Da er die besten Leute angestellt hat, kann er schon bald einen Rekord im schnellsten Flug aufstellen. Im Jahre 1938 gelingt ihm die schnellste Erdumrundung. Seine Freundin kann sich auf Dauer nicht mit den sonderlichen Eigenheiten des Fliegens arrangieren. Gleichzeitig wird Howard ständig mit anderen schönen Frauen in der Öffentlichkeit gesehen. Katharines Familie findet keinen Anknüpfungspunkt mit ihrem Freund. Dazu kommt, dass sie ihn herablassend behandeln. Bis sie sich für den Schauspielerkollegen Spencer Tracy entscheidet.

Nach und nach taucht Howards neurotisches Verhalten auf der Leinwand auf, besonders der Waschzwang. Für ihn lauern in jeder Umgebung Gefahren für die Gesundheit. In der Freizeit sucht er ständig bei anderen Schönheiten Trost. Etwas langfristiger wird es mit Ava Gardner, jedoch wird die Beziehung nicht eng. Ein weiteres Mal stürzt Hughes ab. Diesmal überlebt er nur knapp. Es handelte sich um die Testversion des Spionageflugzeugs Hughes XF-11. Der Unfall ereignet sich über Beverly Hills und er rast Mitten in ein Wohngebiet.

Hughes H-4 Hercules: Die Langzeitschäden des Absturzes machen ihm zu schaffen. Dazu kommt, dass Konkurrenz ihm das Leben schwer macht. Trotzdem wurde er mittlerweile zum Mehrheitsaktionär der Fluggesellschaft TWA. Die Umsatzzahlen steigen bis auf Platz zwei, direkt hinter dem Anführer des Marktes – Pan Am. Der Chef der Pan Am möchte sich keine Marktanteile wegnehmen lassen, weswegen er seine guten Beziehungen in die politischen Kreise spielen lässt. Ein Senator setzt Hughes unter Druck. Das Unternehmen soll verkauft werden. Andernfalls muss geklärt werden, warum staatliche Millionengelder verschwendet wurden? Er weigert sich jedoch, was den Auftritt beim Senatsausschuss hervorruft. Für diesen einen Auftritt reist Howard sich noch einmal zusammen. Er kann alle Vorwürfe entkräften und den Saal erhobenen Hauptes verlassen. Als Folge wird das Monopol für die Atlantikflüge Pan Ams gekippt und TWA darf in das Geschäft einsteigen.

Das Monstrum Hughes H-4 „Spruce Goose“ schafft es, für einige Zeit, in der Luft zu bleiben. So ist der Testflug 1947 gelungen, obwohl alle Welt nicht daran glaubte. Nun hat Howard seine nächste Vision: Die Düsenmaschinen der Luftfahrt zu beherrschen. Leider sind seine Zwänge so stark geworden, dass die Öffentlichkeit ihn nicht mehr sieht.

Fazit & Kritiken zum Film „Aviator“

Die Filme des Regisseurs Scorseses sind immer ein Erlebnis. Ob die Hauptrolle eine gute Wahl war, muss sich der Zuschauer selbst beantworten. Vielleicht war es nur ein Zugeständnis an die Fans. Für diese Rolle, des neurotischen Hughes, ist Leonardo DiCaprio etwas zu glatt und zu wenig abgründig. Die abgelieferten Bilder bei „Aviator“ sind grandios und in jeder Hinsicht perfekt. Das Leben von Howard Hughes bietet genug Stoff für ein dunkles Drama über den Aufstieg und den tiefen Fall. Der Charakter bleibt leider zu unbelebt. Scorsese bringt die Tiefen der Figur und die inneren Kämpfe. Jedoch stülpt er das Innere nach außen, ohne das wirkliche Dilemma öffentlich auszutragen. Bildlich erscheint die körperliche Verwahrlosung des ehemals Playboys bis zum unbekleideten Urmensch auf der Leinwand.

Das Ziel war eine große Filmbiografie einer übermenschlich großen Figur. Schade ist es nur, dass sich der Regisseur zu zwanghaft an die Gesetze der allmächtigen Academy orientierte. Deswegen wurde „Aviator“ kein ganz großer Film, aber ein gutes, sehenswertes Werk.

Letzte Aktualisierung am 15.08.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API