Tipps zum Energie sparen beim Kochen und Backen

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Familie

Nicht nur für die Vorweihnachtszeit – in der bekanntlich besonders viel gekocht und gebacken wird – ist Energie sparen in der Küche wertvoll. Die Geldbörse lacht gleich mit, wenn man seine Energiebilanz im Auge behält. Betrachtet man das ganze Jahr, sind es insbesondere die Wochen rund um Weihnachten, die Familien aber auch Single-Haushalte zu Höchstformen in Back- und Kochkünsten laufen lässt: Üppige Male und Plätzchen stehen am Tagesplan. Das sind jedoch wahre Energiefresser und die Frage nach Sparmöglichkeiten spukt zu dieser Zeit durch die Köpfe vieler Menschen.

Umstieg auf effiziente Herde und Öfen spart Energie

Prinzipiell empfiehlt es sich, auf besonders effiziente Herde und Ofen umzusteigen (energiesparend sind die Geräte von vor über 30 Jahren leider nicht mehr; heutzutage sollte man auf Induktions- oder Gasherd umsteigen und bei Elektrobacköfen auf das EU-Label A+++ achten). Möchte man darauf aber (aus Kosten- oder Nostalgiegründen) noch verzichten, gibt es noch andere ganz einfache Methoden, um beim Kochen und Backen kein unnötiges Geld zu verbrennen.

Eine ganz einfache (aber unterschätzte) Strategie

Während des Kochens sollte man darauf achten, dass man Töpfe und Pfannen nur mit den dazugehörigen Deckeln verschließt. Dadurch kann man zwischen 30 und 60 % an Energie sparen, das entspricht 120 Kilo CO2 pro Jahr.

Hilfreiche Tipps zum Energie sparen beim Kochen und Backen

  1. Auch die Herdplatte sollte zu Topf oder Pfanne passen. Ist diese zu groß, heizt man den Raum, aber nicht das Essen.
  2. Am besten erhitzt man Wasser mit einem eigenen Wasserkocher und spart damit die Hälfte der Energie.
  3. Wer auf den Dampfkochtopf setzt, erfreut sich über eine Energieersparnis bis zu 60 %.
  4. Man sollte kein unnötiges Wasser aufkochen – dadurch gehen wichtige Mineralien aus Gemüse, Kartoffeln, Getreide und Reis verloren.
  5. Die Restwärme zu nutzen, funktioniert einwandfrei: Einfach den Herd kurz vor Kochende abstellen und Speise mittels Restwärme fertig werden lassen. Besonders gut funktioniert dies mit metallenem Kochgeschirr und bei älteren Herden ist es dadurch möglich, beim Kochen von Kartoffeln circa 8 Minuten sparen (Achtung: den Deckel nicht entfernen). Selbst bei Glaskeramikherden spart man sich mit der Restwärme ein bis zwei Minuten. Auf das Jahr hochgerechnet, kann man sich damit zahlreiche Stunden Energie sparen, wenn man viel kocht.
  6. Wer bereits beim Teigrühren sparen möchte, kann seinen Einkauf mit dem Backen so abstimmt, dass beispielsweise Butter nicht erst gekühlt werden muss, um später wieder erwärmt zu werden. Zutaten lassen sich auch bei Raumtemperatur viel besser zu einem Teig verrühren und extra ambitionierte Sparfüchse bereiten den Teig per Hand und nicht per Mixer zu. Kinder sind davon total verzaubert.
  7. Selbstverständlich gibt es auch Teigvarianten, die vor dem Backen nicht auf Raumtemperatur, sondern eher gekühlt sein sollten. Wer Besitzer eines Balkons ist – oder sonst eine Möglichkeit hat, den Teig draußen sicher zu verwahren –, kann die Kühle des Winters dafür nutzen. Damit erspart man dem Kühlschrank seine Arbeit. Alles ordentlich abzudecken, sollte man nicht vergessen!
  8. Meist plant man größere Backtage bereits im Voraus und kann rechtzeitig die Heizung in der Küche zurückdrehen, da der Ofen ohnehin für genug Hitze sorgen wird.
  9. Wenn man Fleisch, Gemüse oder ähnliches auftauen muss, sollte man die gefrorenen Lebensmittel rechtzeitig aus dem Gefrierfach nehmen und im Kühlschrank deponieren. Sie strahlen Kälte ab, die der Kühlschrank nicht auf eigene Arbeit produzieren muss.
  10. Bevor man mit dem Backen beginnt, sollte man Bleche und Roste, die nicht gebraucht werden, anderswo verstauen. Ansonsten werden sie erhitzt, was reine Energieverschwendung ist.
  11. Der Umluftherd bietet den Vorteil, dass man mehrere Bleche gleichzeitig verwenden kann, wenn man zum Beispiel Plätzchen bäckt. Durch die gleichmäßigere Verteilung der Wärme im Umluftherd ist diese Methode wesentlich energiesparender als beispielsweise Geräte, die nur über Ober- und Unterhitze verfügen.
  12. Wenn man ein größeres Backprojekt plant, kann man sich auch überlegen, welche Rezepte es verlangen, dass der Ofen vorgeheizt wird und, welche nicht. So startet man zum Beispiel mit jenen Plätzchenrezepten, bei denen ein Vorheizen nicht notwendig ist und geht über zu jenen für die der Ofen bereits heiß sein muss. So hat man die nötige Hitze gleich sinnvoll genutzt. Des Öfteren ist das Vorheizen auch gar nicht nötig und verursacht Kosten. Man sollte dies auf die jeweiligen Rezepte abstimmen.
  13. Unnötiges und zu langes Öffnen der Backofentür während des Backens sollte unbedingt vermieden werden, da der Ofen quasi in dieser Zeit abkühlt und erneut erhitzt werden muss. Nicht notwendiges Nachheizen kann teuer werden.
  14. Wie beim Kochen ist es auch beim Backen möglich, die Restwärme zu nutzen: Der Ofen muss einfach nur ein paar Minuten vor Ende der Backzeit ausgeschaltet werden und das Gebäck backt selbst fertig. Die Ofentür sollte hierfür geschlossen bleiben.
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