Wer gewinnt die Schlacht um die Lizenz? – Casinos Köln oder Düsseldorf?

Casino Lizenz für Köln oder Düsseldorf
Regionales

Besitzt eine Stadt die Lizenz für einen Casino-Standort, dann bedeutet das für diese Millionen an jährlichen Einnahmen. Deshalb sind diese Lizenzen auch heiß begehrt. Für Köln waren fünf Millionen Euro jährlich an Einnahmen prognostiziert worden. Lizenzen sind auch immer eine politische Angelegenheit. Casinos gibt es heutzutage nicht nur vor Ort, sondern auch im Internet. Alle Casinos findet man auch ausführlich getestet im Netz. Unter der roten Landesregierung war Köln als Casino-Standort vorgesehen gewesen. Jetzt, unter der Schwarz-Gelben soll das Düsseldorf werden.

Was bedeutet das für Köln?

Köln verliert dadurch fünf Millionen Euro, die für Kitas, Schulen und Wohnungen fehlen. Die schwarz-gelbe Landesregierung möchte die Zahl der Casino Lizenzen für Spielbanken von vier auf sechs erhöhen, dafür soll aber Köln nicht mehr Standort sein, sondern Düsseldorf. Das wäre fatal für die geplanten Investitionen. Warum hat sich die Situation geändert? Die Casinos in NRW wurden sowie alle anderen renommierten Casinos getestet. Da der Standort von Casinos ebenfalls an Vorlieben der jeweiligen Ratsmitglieder gebunden ist, hat die Ratsmehrheit diesmal gegen den Standort Deutz entschieden.

Streit zwischen Düsseldorf und Köln ist vorprogrammiert!

Wer möchte schon gern auf fünf Millionen Euro verzichten! Langwierige Streitereien haben fast immer ein Nachspiel. In diesem Fall trifft es die Kölner und Kölnerinnen empfindlich. Kitaplätze gibt es ohnehin schon zu wenige. Auch nach Corona werden diese noch gebraucht werden. Köln als eine der größten Städte Deutschlands erfreut sich immer mehr Zuzug. Daher sind jetzt schon die Wohnungen äußerst knapp. Die zusätzlichen Mittel hätten wenigstens ein wenig Abhilfe geschaffen. Natürlich müssen die Kinder der zugezogenen Eltern auch Schulen besuchen. Wer möchte schon durchs halbe Land für Arbeit oder Schulbildung reisen und das jeden Tag. Es gibt bereits genügend Pendler, die Stunden in den Öffis verbringen, weil die Arbeitsstätte weit vom Wohnort entfernt liegt. Kinder trifft es umso härter, wenn sie täglich auch nur eine Stunde Busfahrt zur Schule in Kauf nehmen müssen.

Casinos füllen die Kassen!

Natürlich verdienen auch die Kommunen an den Spielbanken und einer Casino Lizenz, aber auch das Land nascht mit! Die Menschen lieben tolle Spiele zum Entspannen. Die CDU und die Grünen haben jahrelang die Aufgabe des Standorts Deutz erarbeitet. Natürlich rächt sich das jetzt. Leider sind die Menschen in Köln die Leidtragenden. Köln als Millionenstadt und Weltstadt ist sicher ein hervorragender Standort für ein Casino. Düsseldorf mit dem traditionellen, herrschaftlichen Ambiente macht schon einiges her. Aber der Streit kommt ja nicht von ungefähr.

Geht es nur ums Geld?

Einnahmen aus der Vergabe von Casino LizenzenHauptsächlich ja, darüber hinaus geht es aber auch um das Prinzip. Köln hatte die Zusage und war zuerst als Standort benannt. Die Änderung einer bereits „abgesegneten“ Sache stößt die Kölner natürlich sauer auf. Wer will schon so viel Geld verlieren. Darüber hinaus geht es ja auch um das Prestige! Durch diese Entscheidung und Abstimmung haben die Roten „das Gesicht“ verloren. Natürlich tut es vielen auch um das Casino selbst leid. Es bietet jede Menge zusätzlich Unterhaltung. Darüber hinaus bleiben viele Casino-Besucher von auswärts dann gleich mal über Nacht. Die Nächtigungszahlen der Stadt sowie Umsätze der Restaurants, Bars und anderen Gastrobetriebe steigen natürlich auch. Gäste aus dem Ausland lassen jährliche viele Millionen Euro in ganz Deutschland in den Casinos. Casinos sind nun einmal ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Sie spülen Geld in die leeren Kassen. Darüber hinaus sollen Online Glücksspiele künftig erlaubt sein, weil sie dann den Reiz der Illegalität sowie erheblich an Suchtpotenzial verlieren. So lautet das Argument einiger Befürworter.

In den Bundesländern liegt derzeit der Entwurf zum 3. Glücksspielstaatsänderungsvertrag zur Abstimmung vor. Die Ministerpräsidentenkonferenz beabsichtigt damit, den Betrieb sowie die Lizenzen für Online Casinos ab Sommer 2021 neu zu regeln.

Arabische Welt und die Casinos

Wenn es ums Geld geht, scheiden sich die Geister. Das Sprichwort trifft auch auf Köln und Düsseldorf zu. Geld ist aber nicht alles. Ein Standort mit Casino macht schon etwas her. Diese Orte ziehen magisch Menschen aus aller Welt an. Sie beleben die Stadt und die Wirtschaft. So mancher Casinobesucher ist geblieben oder hat in die Stadt investiert. Ein gutes Beispiel dafür, wie Geld sinnvoll investiert werden kann, ist der Oman. Das Land hat alle Einnahmen aus dem Erdöl in Schulen, Bildung, Arbeitsmöglichkeiten sowie diverse andere Wirtschaftszweige gesteckt. Heute zählt der Oman zu den friedlichsten und modernsten Ländern der arabischen Welt. Die Intention Kölns war es ja auch, die Einnahmen in dieser Weise zu investieren.

Was hat die arabische Welt mit Casinos zu tun? Eigentlich nichts, da spielen in diesen Ländern aus religiösen Gründen verboten ist. Hierzu bestehen strenge gesetzliche Vorgaben. Nichtsdestotrotz haben diese Länder Casinos dazu genutzt, um Geschäftsbeziehungen aufzubauen und nebenher in die Hotellerie investiert. Ein Casinobesuch lässt sich leicht mit einem Abendessen verbinden. Und nebenher wurde gleich das ganze Hotel für zukünftige Besuche gekauft. Das steht beim Streit zwischen Köln und Düsseldorf zwar nicht im Vordergrund, spielt aber im Hinblick auf zukünftige wirtschaftliche Aspekte auch eine Rolle. Es geht um die Zukunft der Stadt Köln und deren Bewohner.

Fazit zur Casino Lizenz für Standort Köln oder Düsseldorf

Casino Lizenz Standort EntscheidungEigentlich sollte die Frage lauten: Wie viel wert ist eine Standortentscheidung? Ist einmal die Entscheidung gefallen, sollte diese auch beibehalten werden. Sie wurde debattiert, untermauert und darüber abgestimmt. Darüber hinaus ist auch zu überlegen, wie viel zählt das Wort eines Politikers heutzutage. In Zeiten Willi Brandts galt das Wort mancher Politiker noch einiges. Ist ja nicht gesagt, dass damals nicht gestritten wurde. Da ging es sogar oft sehr heftig zur Sache. Aber wenn die Entscheidung einmal gefallen war, dann war es das auch! Schließlich hatte man nicht ewig Zeit, alles neu aufzurollen. Der Streit zwischen Köln und Düsseldorf zeigt es einmal mehr, dass heutzutage nicht viel weitergeht, weil immer wieder zurück anstatt nach vor geschaut wird. Kein Wunder, dass es immer neue Probleme gibt. Die eigentlich gar keine mehr wären, wenn…