Cyrus – Meine Freundin, ihr Sohn und ich

Cyrus – Meine Freundin, ihr Sohn und ich“ ist ein amerikanischer Mumblecore-Film und stammt aus dem Jahre 2010. Seine Deutschlandpremiere fand am 25. November 2010 statt. Im Kino bogen sich die Zuschauer vor Lachen. Wir sprechen von einer ehrlichen, witzigen und selbstironische Komödie.

Cyrus
  • Amazon Prime Video (Video on Demand)
  • John C. Reilly, Jonah Hill, Marisa Tomei (Schauspieler)
  • Mark Duplass (Regisseur)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 6 Jahren

John hat keinen Job. Sein Dauerzustand lautet: pleite und deprimiert sein. Bei seiner Ex-Frau Jamie steht eine neue Hochzeit an. Aus Mitleid zwingt sie ihren Ex-Mann, mal wieder unter Leute zu gehen. Und siehe da: Auf einer Party lernt John beim Pinkeln im Garten die Molly kennen. Ist das neue Glück nun perfekt?

Cyrus – Besetzung / Darsteller, Drehorte und Regie

An dem Konstrukt aus Komödie und Drama arbeitete ein Regisseur-Team. Dazu gehören Jay Duplass und Mark Duplass. Von den beiden Brüdern stammt auch das Drehbuch. Bislang waren die Namen nur unter dem Begriff Low-Budget-Produktion bekannt. Mit der 91-minütigen Komödie mit dem Namen „Cyrus – Meine Freundin, ihr Sohn und ich“ konnte eine Altersfreigabe ab dem 6. Lebensjahr erreicht werden.

Für die Produktion war Michael Costigan verantwortlich. Dazu bewundern die Zuschauer John C. Reilly als John Kilpatrick, Jonah Hill als Cyrus Fawcett, Marisa Tomei als Molly Fawcett und Catherine Keener als Jamie (Johns Ex-Frau) in den Hauptrollen. Die Szenen schnitt Jay Deuby und die Musik für die Untermalung stammt von Michael Andrews. Der Kameramann Jas Shelton filmte weitere Nebendarsteller: Matt Walsh, Diane Mizota, Kathy Ann Wittes, Katie Aselton, Jamie Donnelly, Tim Guinee, Charlie Brewer und Steve Zissis. Jegliche Kameraführung wirkt für den Betrachter unruhig, aber gleichzeitig nah am Menschen. Dadurch wird ein Gefühl von emotionaler Nähe zu den Protagonisten vermittelt.

Zusammenfassung & Inhalt vom Film „Cyrus“

Jamie und John sind rund 45 Jahre alt und als langjähriges Ex-Ehepaar sehr eng befreundet. Eines Tages berichtet Jamie über ihre neue bevorstehende Hochzeit mit Tim und überrascht John damit. Diese endgültige Trennung deprimiert ihn. Doch Jamie überredet John, auf eine Party zu gehen, damit er das emotionale Tief verlassen kann. Dort unternimmt John einige Versuche, um bei Frauen zu punkten. Stößt aber nur auf taube Ohren, bis auf Molly. Sie ist von dem großen Penis und seiner emotionalen Öffnung ihr gegenüber ganz begeistert. Es sieht aus, als käme das lang erhoffte Glück zu John. Der Abend endet mit Sex in Johns Bett. Allerdings verlässt Molly danach Hals über Kopf die Wohnung.

John mag dies nicht auf sich sitzen lassen und überwacht Molly den nächsten Tag. Sogar ihre Wohnung bekommt eine Durchsuchung, wobei er auf einen anderen Mann in ihrem Leben trifft – Cyrus der Sohn. So neugierig wie Cyrus ist, überredet er John, ins Haus zu kommen. Kurz darauf kommt Molly nach Hause. Nach einer kurzen Schreckenssekunde bereitet sie das gemeinsame Abendessen vor und John verbringt die Nacht bei ihnen. Die verständnisvolle Atmosphäre zwischen Mutter und Sohn gefällt John.

Am nächsten Morgen kann John seine Schuhe nicht finden. Angeblich hat diese niemand gesehen, woraufhin er in Socken das Haus verlässt. Es kann nur Cyrus gewesen sein, aber die angenehme Stimmung im Haus passt nicht zu dem Diebstahl.

Am nächsten Abend haben John und Molly zum ersten Mal Sex in ihrem Haus. Cyrus leidet unter Panikattacken und beginnt zu schreien. Sofort tröstet Molly ihn und schläft in seinem Zimmer ein. Daraufhin schleicht Cyrus, mit einem Küchenmesser, zu John und erklärt ihm, Molly nicht zu bedrängen. Morgens verfasst John einen emotionslosen Abschiedsbrief und verlässt das Haus.

Cyrus behauptet, seine Mutter hätte John emotional bedrängt und legt ihr Johns Abschiedszettel vor. Er nutzt das gegenseitige Vertrauen aus, um beide zu entfremden. Es kommt zum Streit zwischen Molly und Cyrus und er erklärt seinen sofortigen Auszug in eine Musiker-WG. Die Mutter leidet unter Schuldgefühlen. John unterstützt die Packerei und entdeckt dabei seine Schuhe im Schrank von Cyrus.

Nun ist die Bahn frei und John zieht bei Molly ein. Eines Abends wartet Cyrus im Dunkeln auf die beiden, während sie Zärtlichkeiten austauschen. Im Anschluss teilt er mit, dass er wegen seiner Panikattacken wieder bei seiner Mutter einziehen möchte. Voller Mitleid stimmt Molly dem Einzug zu. Es dauert nicht lange, bis John über seine Antipathie gegenüber Cyrus spricht, denn durch die Schuhe im Schrank entstand ein Vertrauensbruch. Somit entwickelt sich ein Machtspiel zwischen den Männern. Mit im Spiel sind Manipulation und Gewaltandrohungen. Beide sind der Meinung, Molly muss sich zwischen ihnen entscheiden.

Während der Hochzeit von Tim und Jamie spitzt sich die Lage dramatisch zu. Cyrus betrinkt sich und greift John körperlich an. Aufgrund der manipulativen Fähigkeiten steht jedoch John als Täter im Rampenlicht. Woraufhin Molly für ihren Sohn Stellung bezieht. John trennt sich, weil seine Vermutung lautet, dass Molly sich für Cyrus entscheidet. Kommt es noch zu einem Happy End?

Fazit & Kritiken zum Film „Cyrus“

Im Film wird die bitterkomische Energie besonders durch den Schauspieler John C. Reilly abgeliefert. Reilly punktet mit seiner Motorik der Augen, vielen Überraschungen, bei denen er unter Stammeln unmögliche Situationen erklärt und die Auseinandersetzung mit dem Pathologischen. Diese tollen Schauspielkünste bringen in „Cyrus – Meine Freundin, ihr Sohn und ich“ den gigantischen Spaß. Im Laufe der Zeit spitzt sich das Groteske zu, wobei die Antipoden gegeneinander kämpfen, der Liebhaber und das erwachsene Kind. Diese Hass-Dynamik erreicht im Schlussteil ihren Höhepunkt. Absoluter Pluspunkt ist, dass die Filmemacher den Schauspielern große Freiheiten gewährten. Im Drehbuch wurden jegliche Szenen nur grob umrissen, wobei sie viel Raum für Improvisation ließen.

Es fällt auf, dass die Duplass-Brüder nicht so recht wissen, wie die geniale Grund-Idee in der psychologisch-durchtriebenen Komödie zu Ende kommen soll. Trotzdem bleibt „Cyrus – Meine Freundin, ihr Sohn und ich“ ein sehenswerter und ultrawitziger Film. Der Zuschauer schafft es mit einer ironischen Haltung, dem eigenen Elend gegenüber, den Film zu beenden.

Letzte Aktualisierung am 24.10.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API