Die City-Bahn Mainz-Wiesbaden

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Der Verkehrsausschuss der Stadt Mainz beschloss am Dienstagnachmittag den Einstieg in die Planung der City-Bahn Mainz-Wiesbaden. Der Beschluss des Verkehrsausschusses fiel mit großer Mehrheit, es gab nur eine Enthaltung. Die entscheidende Abstimmung fällt am Mittwoch in der Sitzung des Stadtrates. In Anbetracht des Abstimmungsergebnisses im Verkehrsausschuss dürfte das Ergebnis im Stadtrat ebenfalls positiv ausfallen und den Bau der City-Bahn in Mainz befürworten. Die Verkehrsdezernentin der grünen Katrin Eder kündigte im Zusammenhang damit an: „Das ist der Auftakt für eine ganze Reihe von Beschlüssen.“ Dies liegt daran, dass im Zusammenhang mit dem Bau der Tramp noch Entscheidungen getroffen werden müssen.

Die Streckenführung steht noch zur Diskussion

Es müssen noch Entscheidungen fallen im Zusammenhang mit der Streckenführung der Trasse in Mainz. Die Ampelkoalition und die CDU sind hier unterschiedlicher Meinung. Thomas Gerster vertritt die Meinung der Union, welche für die Ludwigstraße ist. Dagegen steht die Meinung der Verwaltung, welche laut Frau Eder die Stadtbahn lieber auf der großen Bleiche sehen würde. Als weitere Möglichkeit könnte die Tram durch die Kaiserstraße verlaufen. Die letzte Möglichkeit hat nicht viele Fans, daher wird es sich zwischen den anderen beiden Streckenführungen entscheiden. Die CDU stellte den Antrag, einen neuen Standort für eine neue Rheinbrücke zu finden, was beschlossen wurde.

Verschiedene Argumente für die unterschiedlichen Strecken

Gerster betont das Positive der Strecke Quintinstraße-Ludwigstraße-Schillerplatz. Die Fahrgäste haben so die Chance in die Innenstadt zu kommen. Welche positiven Auswirkungen es hat, wenn Gäste und Mainzer leicht die Innenstadt erreichen ist klar. Es entlastet die Parksitutation, es verbessert die Luftqualität und es fördert den örtlichen Einzelhandel. Es ist günstiger in der Lu zu bauen und mit dem Schillerplatz gibt es eine perfekte Anknüpfung an das bereits existierende Netz. Gerade die Anbindung an das bestehende Netz ist wichtig, damit die City-Bahn gut genutzt werden kann. Auch die Grünen heben die Pluspunkte ihrer Streckenführung hervor. Ansgar Helm-Becker betont, dass die Streckenführung der Tramp auf der großen Bleiche das Gebiet baulich enorm aufwerten würde und einige alte Sachen heilen würde.

Die Straßenbahn ist gut für die Umwelt

Die Verwaltung ist sicher, dass sich die Parteien über die Streckenführung einigen werden. Eder sagte dazu: „Mir ist es egal. Hauptsache sie fährt letztendlich.“ Ist die Luftqualität in Mainz zu schlecht, drohen der Stadt nicht unerhebliche Strafzahlungen. Diese Strafzahlungen will die Stadt Mainz selbstverständlich vermeiden. Die City-Bahn hilft nicht nur die Luftqualität zu verbessern, sie setzt auch Zeichen. Sie ist ein Signal, das Mainz sich in die richtige Richtung entwickeln will und wichtig für die Gerichte, um zu zeigen, dass an der Verbesserung der Luftqualität gearbeitet wird. Dazu die Dezernentin für Verkehr: „Wir müssen einfach liefern.“

Der Umstieg zu saubereren Verkehrsmitteln soll Fahrverbote verhindern. Fahrverbote würden viele Personen treffen, die Einwohner, die Händler, die Gewerbetreibenden und die Gäste. Das Sonderprogramm „Green City Masterplan“ auch als „Dieselfond“ bekannt, ist ein Sonderprogramm des Bundes und soll hier helfen. Verkehrsdezernentin Eder teilt mit, dass der Vorgang auf Bundes- und Landesseite extrem schwierig ist. Die Stadt Mainz möchte für den Bau der City-Bahn einen Bedarf von 120 Millionen Euro anmelden. Davon 87 Millionen Euro für die MVG. Die MVG ist die Mainzer Verkehrsgesellschaft. In welcher Höhe am Ende Geld fließen wird, ist noch vollkommen unbekannt.

Der Streitpunkt: Fahrradparkhaus

Es wird ein passender Standort für ein Fahrradparkhaus gesucht. Klar ist, das Parkhaus für die Fahrräder soll in die Nähe des Bahnhofes. Unter der Hochbrücke am Hauptbahnhof West gibt es bereits 500 Plätze für Räder, welche verdoppelt werden könnten. Diese Lösung wird von der Stadt bevorzugt. Gerster vertritt hingegen die Überzeugung, das Parkhaus der Fahrräder seitlich des Bahnhofvorplatzes zu errichten. Der Ausschuss ist gegen diese Lösung. Für die Lösung im Westen spricht, dass dieses Gelände der Stadt gehört. Der von der CDU bevorzugte Platz gehört der Bahn. Die Verhandlungen mit der Bahn gestalten sich schwierig und extrem langwierig. Diese Verhandlungen wären eine unnötige Belastung und eine vermeidbare Verzögerung.

Die Mombacher Hochstraße ist marode und soll in zwei Jahren unbenutzbar sein. Daher wird eine ebenerdige Ersatzstrecke benötigt. Die hier nötige Entscheidung wurde vertagt. Die Ortsbeiräte der betroffenen Stadtteile soll die Chance gegeben werden sich im Voraus über die Pläne zu beraten. Diese Pläne beinhalten vier Kreuzungen auf den Strecken Rheinauwall, Mombacher Straße, Zwerchallee, Hattenbergstraße und Rheinallee. Der Ausbau soll in etwa 800.000 Euro kosten. Mit dem Ausbau dieser vier Kreuzungen soll noch im laufenden Jahr begonnen werden.

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