Die häufigsten Unfallursachen auf einen Blick

Bananenschale auf dem Fußboden
Gesundheit

Unfälle können mitunter leider nicht vermieden werden. Dennoch kann eine wenig Umsicht schon viel bewirken. Doch wer denken sollte, dass die wahren Gefahren im Straßenverkehr lauern, der hat nur bedingt Recht. Zwar ist die häufigste Unfallursache laut Robert-Koch-Institut der Sturz, aber die eigenen vier Wände stellen die größte Gefahr dar. Denn die meisten Unfälle geschehen tatsächlich Daheim. Vielleicht ist man sich zu sicher, wird leichtsinnig oder achtet nicht auf eine ausreichende Absicherung. Jedenfalls ist es eine Tatsache, dass ungefähr zwei Drittel aller Deutschen pro Jahr mit einem Sturz zu kämpfen haben. Zudem erfolgt eine professionelle ärztliche Behandlung, die teilweise mit einem Krankenhausaufenthalt verbunden ist. An diesen Angaben wird laut der Gesundheits-Berichterstattung festgehalten und diese Quoten ergeben sich jährlich neu.

Männer sind häufiger betroffen

Geht man von der puren Anzahl der Unfälle aus, so sind Männer deutlich häufiger betroffen als Frauen. Vor allem im Alter von 18-30 Jahren ist das Unfallrisiko deutlich höher. Folgt man statistischen Hochrechnungen, so kommt man auf die erschreckende Zahl von fünf Millionen ärztlich versorgten Unfallopfern im Jahr. Lediglich ältere Frauen ab einem Alter von 70 Jahren können dies nochmals toppen. Allerdings sind die Unfallursachen in diesen Fällen eher im häuslichen Umfeld zu finden. Wo genau die Ursachen begründet sind, ist noch nicht vollständig erforscht. Man könnte davon ausgehen, dass gerade junge Männer aktiv sind, viel unterwegs und somit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit eines Unfalls ausgesetzt sind. Ebenso wäre zu vermuten, dass die Vorsicht eher in den Hintergrund rückt und der Leichtsinn überwiegt.

Haushaltsunfälle als andauernder Klassiker

Zu Hause passieren noch immer die meisten Unfälle. Daran hat sich auch in der heutigen Zeit zu den vergangenen Jahren nichts geändert. Da noch immer der Haushalt zu großen Teilen von den Frauen geführt wird, verunglücken die Frauen auch häufiger. Meist gehen Stürze und Prellungen einher. Ebenso ist das gesamte häusliche Umfeld als Unfallrisiko zu sehen. Denn auch handwerkliche Tätigkeiten oder die Arbeit im Garten kann zu Stürzen führen. In diesen Punkten sind also auch die Männer betroffen. Aufgrund der unterschiedlichen Tätigkeiten, welche meist zeitgleich erledigt werden sollen, resultiert zunehmender Stress und die Konzentration sinkt. Dadurch wird das Unfallrisiko erhöht und eine Krankschreibung wird zur Folgeerscheinung. Der Fall von der Leiter ist noch immer eine sehr häufige Ursache für Verletzungen wie zum Beispiel Knochenbrüche.

Frauen ab 70 verunglücken zu Hause

Möglicherweise ist es darin begründet, dass gerade Seniorinnen ab 70 Jahren ihre Zeit zunehmend Daheim verbringen. Jedenfalls wurde herausgefunden, dass die meisten Stürze ab diesem Alter zu Hause geschehen. Deshalb sollte die Wohnung möglichst übersichtlich eingerichtet werden. Es ist wichtig, dass man sich zu Hause geborgen fühlt und die eigene Mobilität nicht eingeschränkt wird. Nur so überwiegen Ängste vor möglichen Gefahren nicht. Aber es ist leider eine Tatsache, dass die Stürze zunehmen. Natürlich sind von dieser Beobachtung auch Männer betroffen, aber bei Frauen ist das Unfallrisiko im Senioren-Alter größer.

Knochenbrüche und stationärer Aufenthalt

Ein Sturz kann unspektakulär von statten gehen, kann aber auch zu starken Verletzungen führen. Je nach eigener gesundheitlicher Verfassung und Umständen ist jedoch meist eine eher langwierige Therapie verbunden. Der Gang zum Arzt sollte allerdings eine Selbstverständlichkeit sein. Ebenso folgen gründliche Untersuchungen und meist ein stationärer Aufenthalt im Krankenhaus. Sofern erforderlich, wird eine Physiotherapie zur Mobilisierung vorgeschlagen.

Verstauchungen, Verrenkungen, Bänderrisse und Zerrungen

Neben Stürzen sind auch Bänderrisse, Zerrungen oder leichte Verstauchungen zu beobachten. Meist stehen diese Erkrankungen im engen Zusammenhang. Jedenfalls ist gerade in den Wintermonaten nochmals ein Anstieg dieser Erscheinungen zu beobachten. Sicher ist dies auch auf die teilweise schlechten Witterungsverhältnisse zurückzuführen. Wer bereits eine derartige Erkrankung erlitten hat, unterliegt einem erhöhten Risiko einer erneuten Verletzung. Man sollte sich zum Genesen immer die benötigte Zeit nehmen.

Steigendes Risiko mit zunehmenden Alter

Generell kann man davon ausgehen, dass mit zunehmenden Alter das Unfallrisiko prozentual steigt. Damit verbunden gehen Stürze einher. Die Mobilität wird eingeschränkter, Schwindelgefühl kommt häufiger vor und die Sehkraft, beziehungsweise der Gleichgewichtssinn verschlechtern sich. Eine Risikogruppe sind also Patienten über 70 Jahre. Deshalb sollte hier besondere Vorsicht gelten. Mit etwas Unterstützung und einem guten Lebenswandel kann man allerdings den Stürzen entgegenwirken. Somit setzt man sich keiner zusätzlichen Gefahr aus, was im Allgemeinen schon ein gelungener Anfang ist.

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