Freaxxx – Underground- und Trashfilme mit Witz

Freaxxx – Underground- und Trashfilme

Filmkultur ist so vielseitig, dass es ganz normal ist, das jeder seinen Geschmack entwickelt, um sich zurechtfinden zu können. Gemeinhin ist auf der großen Bühne von den Blockbustern die Rede, die weltweit die Zuschauer ins Kino locken. Doch das ist nicht ganz die Zielgruppe von Manuel Francescon und Bernhard Lenz, denn unter dem Namen Freax – oder auch Freaxxx – produzieren sie Filme, die eher dem Underground-Genre oder auch Trash zugeordnet werden können. Das trifft freilich nicht jedermanns Geschmack, aber das ist auch gar nicht das Ziel der beiden Filmemacher, die mit ihren Super 8 Kameras bewaffnet vor allem Parodien erschaffen, die zum Lachen anregen sollen. Und wenn man ungefähr die Richtung mag, dürfte tatsächlich mehr als nur Schmunzeln drin sein.

Was ist ein Underground Film?

Underground FilmeWas ist eigentlich genau mit Undergroundfilm gemeint? Dabei handelt es sich um eine Art Genre, das vor allem die Machart beschreibt. Es kann sowohl kurze- als auch lange Filme geben, die diesem Genre zugesprochen werden. Im Grunde gehören Underground-Produktionen mit zum Genre der Independent-Filme.

Das bedeutet zunächst, dass es keine großen Studios gibt, die hinter diesen Produktionen stehen. Produziert wird meist mit kleinem Budget und meist aus der eigenen Tasche. Zuweilen ist das eine Notwendigkeit, da die Filmemacher einfach niemanden finden, der ihre Projekte finanziert. Es gibt aber auch die Leute, die es gar nicht anders wollen. Diese Form des Umsetzens ermöglicht viele Freiheiten, die es mit anderen Finanzierungsmodellen gar nicht gäbe.

Oft werden Undergroundfilme auch komplett ohne Budget gedreht. Es wird einfach die Kamera genommen und mehr oder weniger draufgehalten. Als eine Art Vorläufer des Underground-Films gilt auch “Ein andalusischer Hund” von 1929, der von Luis Bunuel und Salvador Dali gemacht wurde. Der Begriff “Underground” wurde erstmals im Jahr 1957 für Filme verwendet. In einem Essay verwendete Manny Farber, ein Filmkritiker, den Begriff um Filme zu beschreiben, die entgegen der Filmproduktionen gemacht wurden. Teilweise wurden damit auch Filme von Filmemachern bezeichnet, die unabhängig arbeiteten.

Insgesamt wurde der Begriff also oftmals für recht unterschiedliche Ansätze verwendet. Die Verwendung des heutigen Begriffs geht auf die neunziger Jahre zurück, da in dieser Zeit eine ganze Reihe von Untergrundfestivals veranstaltet wurden. Dort mischten sich diese Filme auch mit dem Experimentalfilm. In jedem Fall ist das geringe Budget bis heute eines der wichtigsten Kriterien, woran man Underground gut erkennen kann.

Undergroundfilme mit der Super 8 Kamera

Dass es bei Freax gerne auch mal etwas einfacher oder generell anders zugeht, lässt sich auch daran erkennen, welche Technik verwendet wird. Viele Filme werden mit der Super 8 Kamera gedreht. Mit Super 8 ist im Grunde ein Filmformat gemeint, genauer gesagt ein Schmalfilm-Format, das in den sechziger Jahren von Kodak auf den Markt gebracht wurde. Tatsächlich war die Idee dahinter, dass auch Privatleute filmen könnten. Als in den achtziger Jahren die Videotechnik erschien, wurde Super 8 vom Markt verdrängt.

Doch es gibt noch Filmemacher, die bevorzugt auf Super 8 setzen, unter anderem eben die Jungs von Freax. Entsprechend nehmen sie auch immer mal an Super-8-Filmfestivals teil, die auch schon gewonnen werden konnten.

Die Jungs von Freaxxx

Freaxxx.de - Screenshot der Webseite
Bildquelle: Screenshot der Webseite www.freaxxx.de vom 29.06.2007
Zwei Leute stehen hinter Freaxxx. Das sind Bernhard Lenz und Manuel Francescon. Beide kommen aus Offenbach und haben dort schon viele ihrer Ideen umsetzen können. Da wird auch schon mal ein Film gemacht, der Offenbach zum Thema hat und die Stadt in höchsten Tönen lobt. Mit 19 Jahren hat Manuel Francescon mit dem Filmemachen angefangen. Das war Anfang der neunziger Jahre und wohl auch die Folge von zu viel Liebeskummer. Auf einem Flohmarkt kaufte er sich eine Super-8-Kamera, mit der er dann auch sofort zu filmen begann. Es entstand der erste Streifen “Zahnpasta des Grauens”. Tatsächlich wurde schnell mehr daraus, da er Animationsfilme im Auftrag einer Produktionsfirma zu den Themen Fitness und Wellness drehen sollte.

Francescon kennt das Filmemachen nicht nur aus der Underground-Szene mit wenig Budget, denn er hat auch schon bei großen Produktionen mitgearbeitet. Unter anderem an der Seite von Oli P., Mundstuhl, Mike Krüger oder auch Carolin Kebekus. Er stand oft auf der Bühne und arbeitete auch für Produktionen von ProSieben.

Die einfachen Videos entstehen in Zusammenarbeit mit Bernhard Lenz, die dann unter dem Namen Freaxxx veröffentlicht werden. Humor, Witze und Parodien stehen dabei an der Tagesordnung. Sicherlich trifft das nicht jedermanns Geschmack, aber das ist den beiden auch egal. Immerhin handelt es sich dabei stets um Herzensprojekte. Mehr zu erfahren über die beiden gibt es auf freaxxx.de.

Fazit zu Freaxxx – Underground- und Trashfilme mit Witz

Die beiden Jungs haben Spaß daran, das sieht man ihren Produktionen deutlich an und damit ist eigentlich schon die Hälfte gewonnen. Manuel Francescon und Bernhard Lenz lieben das Filmen von kurzen Sketchen, die ohne Budget dem Underground-Genre zugeordnet werden können und dann und wann auch nicht am Trash sparen.

Unter dem Namen Freax – oder auch Freaxxx – veröffentlichen sie ihre Filme und wollen vor allem zum Lachen anregen. Das klappt in den meisten Fällen und solange die beiden selbst Spaß dabei haben, reicht ihnen das meist auch schon aus.

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