Gehälter in der Bundesliga » Ja spinnen die denn?

Fussball und Geld.
Sport

Die Profispieler in der Bundesliga kennen wir vom Spielfeld und von unzähligen Skandalen. Kommt die Frage nach den Spielergehältern auf, führt die Antwort regelmäßig zu einem puren Entsetzen in der Bevölkerung. Kann es sein, das ein Profi in der Bundesliga wirklich so viel verdient? Wie steht das im Einklang zu der erbrachten Leistung. Dieser Punkt lässt sich übrigens noch einfach beantworten. So zeigte sich in der Vergangenheit, dass ein gutes Spielergehalt nicht wirklich mit der spielerischen Leistung gleichzusetzen ist.

Doch werfen wir einmal einen Blick auf die Gehälter in der Bundesliga:

  • FC Bayern München – 8,12 Mio. Euro
  • Borussia Dortmund 4,97 Mio. Euro
  • VfL Wolfsburg – 2,41 Mio. Euro
  • FC Schalke 04 – 2,19 Mio. Euro
  • Bayer Leverkusen – 3,19 Mio. Euro
  • RB Leipzig – 2,42 Mio. Euro
  • TSG 1899 Hoffenheim – 1,7 Mio. Euro
  • Borussia Mönchengladbach – 1,92 Mio. Euro
  • Hamburger SV – 1,11 Mio. Euro
  • Hertha BSC – 1,30 Mio. Euro
  • 1. FC Köln – 1,22 Mio. Euro
  • Eintracht Frankfurt – 1,54 Mio. Euro
  • Werder Bremen – 0,90 Mio. Euro
  • 1. FSV Mainz 05 – 0,99 Mio. Euro
  • VfB Stuttgart – 0,99 Mio. Euro
  • FC Augsburg – 1,02 Mio. Euro
  • Hannover 96 – 0,81 Mio. Euro
  • SC Freiburg – 0,73 Mio. Euro

(Zahlen von statista. Erhebungszeitraum: 2019/2020)

Wer die obigen Durchschnittszahlen betrachtet, muss erst einmal die Luft anhalten. Häufig führt der Blick zu sehr kontroversen Diskussionen, wobei auch Neid teilweise miteinfließt. Neben den o. Spielergehältern kommen häufig weitere Einnahmen (aus Werbung, etc.) hinzu, die auch schnell in die Millionenhöhe fließen können.

Spielergehalt steht nicht für Leistung

Fussball Gehälter im Vergleich zur LeistungEin Spieler ist wie eine Art Aktie für den Verein. Zunächst geht es bei dem Gehalt darum, sich dessen Leistung zu sichern. Dabei geht es natürlich um die zuvor erbrachten Spielergebnisse aus der Vergangenheit. Ein gutes Beispiel sind der 1. FC Köln und der Hamburger SV, die zwar hohe Gehälter zahlten, dennoch aber in der Vergangenheit die Liga nicht halten konnten. Der SC-Freiburg, Schlusslicht beim Gehalt, konnte jedoch seine Liga in der Vergangenheit immer wieder halten. Die Spielergehälter in der Bundesliga entscheiden also nicht gleich über die Leistung.

Am besten verdienen natürlich die Spieler des FC-Bayern. Manuel Neuer, Thomas Müller und Robert Lewandowski gehören zu den Einkommen-Stars in der Bundesliga.

Blick in die Welt

Fußballer verdienen nicht nur in Deutschland viel Geld. Es scheint beinahe so, als ob es vor allem um die Show ginge und nicht um die Leistung. Denn wer sich am besten in der Öffentlichkeit verkaufen kann, bekommt auch gut dotierte Werbeaufträge.

Mesut Özil liegt dabei immer wieder auf den Ranglisten mit ganz vorne. Er soll sogar auf ein Gehalt von 1,6 Millionen Euro kommen und das monatlich. Besser ist da noch Kylian Mbappe mit 1,73 Millionen Euro monatlich, der für den Paris St. Germain spielt. Alexis Sanchez (Manchester United) kommt auf 2,3 Millionen Euro im Monat.

Blicken wir auf den FC Barcelona, entdecken wir Philippe Coutinho mit 2,3 Millionen Euro, ebenfalls im Monat. Etwas besser schneidet Gareth Bale ab, der 2,5 Millionen Euro jeden Monat kassiert. Dann ist da noch Luis Suarez aus dem gleichen Verein mit monatlich 2,9 Millionen Euro. Nicht zu vergessen Neymar (Paris St. Germain) mit 3,06 Millionen Euro.

Trotz der massiven Vergewaltigungsvorwürfen liegt Cristiano Ronaldo immer noch oben im Ranking. Er erzielt um die 4,7 Millionen Euro im Monat. Der Liebling vom FC Barcelona Lionel Messi kommt jedoch auf 8,3 Millionen Euro und das ebenfalls monatlich. Also das 5-fache, was Özil verdient.

Die Vereine werfen immer mehr Geld in den Ring. So zahlt der AC-Mailand um die 135 Millionen Euro an Gehältern aus, Leicster City 135 Millionen, FC Arsenal sogar schon 234 Millionen. Fast ganz oben steht der FC-Bayern mit 290 Millionen Euro. Das sind fast 47 Prozent der Einnahmen, die für Personalkosten draufgehen. Manchester United zahlt dem „Personal“ 320 Millionen (45 Prozent der Einnahmen) und ganz oben steht Real Madrid. Hier sind die wirklichen Top-Spieler zu finden. 420 Millionen wendet der Verein für seine Spieler auf. Sage und schreibe 60 Prozent der Gesamteinnahmen.

Sind sie es wirklich wert?

Darüber kann sicherlich heftig gestritten werden. Den Neid bei dieser Debatte auszublenden, ist jedoch schwierig. Wer möchte nicht eine Million jedes Jahr verdienen?

Vergessen werden darf dabei nicht, dass die Spieler mit zunehmendem Alter keine Chance mehr haben und sich neue Aufgaben suchen müssen. Zudem sind die körperlichen Beschwerden bei Profispielern nach 5 Jahren enorm.

Fußball stirbt aus

Wir werfen einmal eine gewagte Sicht in die Zukunft. Wird es Fußball, so wie heute noch geben? Viele Prognosen sagen nein. Der neue E-Sport könnte den Fußball auf dem realen Spielfeld in 20 Jahren grundlegend ersetzen. Schon jetzt haben alle Teams auch E-Sport Mannschaften, die in 10 – 20 Jahren zu einer Bedrohung für die Topspieler auf dem Feld werden könnten.

Die Preisgelder bei E-Sports Turnieren steigen von Jahr zu Jahr und liegen jetzt schon im hohen Millionenbereich. Es wird sich vieles im Fußball verändern. Schon jetzt könnten die E-Mannschaften zu einer Bedrohung für die Spieler auf dem Feld werden.