Männer zeigen Filme & Frauen ihre Brüste

Der Film „Männer zeigen Filme & Frauen ihre Brüste“ entstand 2012. Der deutschen Regisseurin gelang es, ihren Traum zu erfüllen. Isabell Šuba wurde zu den Filmfestival Cannes 2012 eingeladen, als einziger Film einer jungen deutschen Frau. Cannes ist eine Parade der unterschiedlichen Glitzerfummel. Dieser berühmte Wettbewerb liegt fest in Männerhand. Kurz darauf befand sich der Spielfilm „Männer zeigen Filme & Frauen ihre Brüste“ auch auf dem Max Ophüls Preis und dem Achtung Berlin 2014. Der Regisseurin gelang ein Balanceakt zwischen Dokumentation, Spielfilm und einer neuen Form des Erzählens. Der deutsche Kinostart war am 14. August 2014.

Männer zeigen Filme & Frauen ihre Brüste
  • Anne Haug, Eva Bay, Katharina Kowalewski (Schauspieler)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Männer zeigen Filme & Frauen ihre Brüste – Besetzung / Darsteller, Drehorte und Regie

Die junge Regisseurin Isabell Šuba erschafft eine Darstellung von Körpern, die es im Film „Männer zeigen Filme & Frauen ihre Brüste“ auf eine Selbstdarstellung ihres eigenen Ichs abgesehen haben. Sie selbst war für das Drehbuch, zu den 83 Minuten Spielfilmzeit, verantwortlich. Jedoch entstanden die meisten Dialoge aus der Situation heraus. Als Ergebnis ist eine Inszenierung ohne Altersbegrenzung zum Leben erweckt worden. Die Produktion fand in Deutschland statt. Einzelne Szenen schnitt Clemens Walter zusammen und untermalte diese mit der Musik von Hector Marroquin.

Kameramann Johannes Louis filmte die Darsteller: Anne Haug spielt die Regisseurin Isabell Šuba. Des Weiteren sind Matthias Weidenhöfer als reale Person in der Rolle als David zu sehen und Eva Bay. Louis arbeitete viel mit einer Digitalkamera, um spontane, echte Bilder einzufangen. Die Glamourwelt wird vor echter Kulisse gedreht. Es tauchen Feiernde, Hedonisten und Groupies vor der Kamera auf. Die gesamte Drehzeit betrug lediglich fünf Tage. Das Projekt wurde fast ausschließlich selbst finanziert. Viele der Teammitglieder arbeiteten unentgeltlich. Später für die Postproduktion erhielt das Team eine Crowdfunding-Spritze. Am Ende steht ein improvisiertes Konzept in perfekter Ausarbeitung.

Zusammenfassung & Inhalt vom Film „Männer zeigen Filme & Frauen ihre Brüste“

Für die Vorstellung ihres Kurzfilmes „Chica XX Mujer“ reist Isabell Šuba, mit Produzent David, nach Südfrankreich. Dort versucht sie, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Zum einen den Kurzfilm vorzustellen, zu anderen sucht Isabell einen finanzstarken Partner für ihr neues Projekt. Leider läuft alles schief. Das geplante Interview wird abgesagt. Dazu erlangt sie keinen Zutritt auf eine wichtige Veranstaltung, wo sie weiter ihre Fühler ausstrecken könnte. Zu allem Überfluss brachte Isabells Produzent zusätzliche Gäste, ohne zu fragen, in dem Apartment unter.

Diese Situation ist Realität. Nun greift das Reale mit Gespieltem ineinander über. Ort des Geschehens: Cannes! David ist der Produzent und seine gängigen Charaktereigenschaften sind unzuverlässig und machohaft. Dargestellt durch den wirklichen Produzenten Matthias Weidenhöfer. Die echte Isabell schleust sich unter falschem Namen, als Filmstudentin, bei den Festspielen ein. Mit im Schlepptau hat sie ein Filmteam, welches vor Ort einen Film über die Anwesenheit bei den heiß geliebten Festspielen in Cannes zeigt.

Die Filmfestspiele in Cannes sind nichts weiter als ein Sehen und gesehen werden in einer atemberaubenden Garderobe. Der Filmwettbewerb befindet sich fest in Männerhand. Allerdings staksen die Frauen gekonnt, in Fülle, über den roten Teppich. Oftmals zählt nur deren Ausschnitt. Die Fragen: Warum Frauen auf dem Festival unterrepräsentiert sind? Wer trägt die Schuld daran? Oder, wie kann die Situation verbessert werden? werden nicht geklärt.

Häufig zu sehen sind Streitszenen zwischen Isabell und David. Daraus ergibt sich wiederum eine Frage: Warum arbeiten diese Streithähne überhaupt zusammen? Isabell wird als ständig, aggressive Nörglerin gefilmt, ohne Anstrengungen zu beweisen, dem Publikum zu gefallen. In einigen Ausschnitten werden Interviews mit dem Rest des Filmbetriebs gezeigt. Dabei tauchen Illusionen einer Westernkomödie auf. Das Ziel des Drehs ist es: Cannes als große Selbstinszenierung aufzudecken.

Die Zuschauer und die Streitereien erzeugen ein sinnvolles System, was überzeugend wirkt. Ein hölzernes Schauspiel, mit übertriebenen Feindseligkeiten der Akteure, schafft eine Distanz zum Inhalt. Jegliche sexistischen Klischees werden verarbeitet und zur Komik umgewandelt.

Im Laufe der fast neunzig Minuten kommt auch das Thema Homosexualität auf den Tisch. Die Absurdität wird deutlich gezeigt, als Isabell behauptet homosexuell sein. Das Thema innerhalb der Festspiele wird nur indirekt eingestreut. Während das fiktive Ich Isabells von einer Journalistin interviewt wird. Allerdings scheitert dieses Gespräch erneut an der Streiterei zwischen Produzent und Regisseurin.

Fazit & Kritiken zum Film „Männer zeigen Filme & Frauen ihre Brüste“

Der Film „Männer zeigen Filme & Frauen ihre Brüste“ bezieht große, positive Teile aus der Darstellung der Kämpfe zwischen den Darstellern. Es ist eine weitestgehend dysfunktionale Geschäftspartnerschaft.

Interessant wird es als die beiden auf reale Besucher des Filmfestivals stoßen. Zum einen ist der großartige Regisseur zu sehen, der sich im Rauchverbot lässig eine Zigarette anzündet. Andererseits tauchen einige Frauen auf, die offensichtlich eine Schönheitsoperation hinter sich haben und trotzdem verwelkt aussehen. Ganz deutlich wird, dass der Glamour nur Fassade ist und sich tiefe Abgründe dahinter verbergen. Lustiger Weise erkennt keiner der Anwesenden die echte Identität des Produktionsduos.

Die Botschaft des Films ist deutlich: „Männer können nicht zugeben, wenn sie Mist gebaut haben.“ Die Dialoge sind spontan inszeniert und improvisiert. Der Regisseurin ist eine gute Studie mit einer großen Portion an Sarkasmus und einem selbstironischen Blick gelungen. Vielleicht ist es ein Weckruf, der aufgegriffen und weiter diskutiert wird. Promi-Interessierte dürfte dieser Blickwinkel gefallen.

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