Die Mathematik Olympiade und andere Mathe-Wettbewerbe

Mathematik Olympiade
Wissen

Für manche Leute dürfte alleine der Name schon ein Graus sein, da Mathematik womöglich nie zu ihren Lieblingsfächern gezählt hat. Doch für alle, die in Mathe mehr als nur ein unliebsames Fach in der Schule sehen, sind Mathe Wettbewerbe eine tolle Sache. Das gilt vor allem auch für die Internationale Mathematik Olympiade, die jährlich stattfindet und ein Schülerwettbewerb ist. Der Name sagt tatsächlich sehr gut aus, worum es dabei geht. Es ist ein Wettbewerb, an dem verschiedene Länder mit ihren Mathe-Athleten teilnehmen. Gemessen werden die Fähigkeiten in den Bereichen Kombinatorik, Geometrie, Algebra und Zahlentheorie. Wie auch bei den Oympischen Spielen gibt es auch hier den Olympischen Gedanken, der auf die Verbundenheit der Teilnehmer abzielt. Die Olympiade ist aber nicht der einzige Wettbewerb, den es zur Mathematik gibt.

Mathe und Schülerwettbewerbe

Mathe und SchülerwettbewerbeGenerell sind Mathe Schülerwettbewerbe, in denen also Schüler verschiedener Klassenstufen antreten, um sich in unterschiedlichen Disziplinen miteinander zu messen. Solche Wettbewerbe gibt es nicht alleine nur für die Mathematik. Andere Fächer sind beispielsweise Sprachen, Theater, Musik, Philosophie oder auch generell Naturwissenschaften. Der Zweck der Wettbewerbe liegt nicht zwangsläufig in der Konkurrenz, sondern soll den Schülern die Möglichkeit bieten, ihre besonderen Fähigkeiten zu präsentieren. Aus pädagogischer Sicht geht es dabei auch um die Motivation.

Solche Wettbewerbe können ein Ansporn für Schüler sein, um sich näher mit bestimmten Fächern auseinanderzusetzen und zu zeigen, dass hinter jedem Fach auch der Austausch mit anderen Menschen steht. Insofern gibt es meist einen sehr freundlichen und friedlichen Charakter. Immerhin kommen Schüler ganz unterschiedlicher Schulen zusammen, können sich kennenlernen und Gemeinsamkeiten feststellen. Das wird umso wichtiger bei internationalen Wettbewerben, bei denen ganz unterschiedliche Kulturen und Sprachen aufeinandertreffen, man jedoch schnell Gemeinsamkeiten erkennen kann. In erster Linie natürlich das jeweilige Fach. Mathematik Wettbewerbe haben eine lange Tradition. Es gibt sie sowohl national als auch international.

Die Internationale Mathematik Olympiade

Mittlerweile hat die Internationale Mathematik Olympiade schon einige Jahre auf dem Buckel. Genau genommen sogar schon einige Jahrzehnte. Erstmals wurde die Olympiade 1959 ausgetragen und fand seitdem, bis auf einmal, in jedem Jahr statt. Wie auch bei den Olympischen Spielen können Länder teilnehmen, die jeweils sechs Teilnehmer zu der Olympiade schicken können. Jeder Teilnehmer wird zwei Klausuren mit drei Aufgaben lösen müssen, wobei verschiedene Gebiete behandelt werden. Dazu zählen die Zahlentheorie, die Geometrie, die Kombinatorik und Algebra. Allerdings geht es nicht alleine nur um Mathematik. Auch drum herum gibt es meist ein großzügiges Angebot, das es den Teilnehmern erlaubt, sich miteinander bekannt zu machen.

Wer an der Mathematik Olympiade teilnehmen möchte, muss unter 20 Jahre alt sein und darf außerdem auch noch kein Studium begonnen haben. Grundsätzlich bestimmen dann die Länder für sich, welche Teilnehmer mitkommen dürfen und wie diese ausgewählt werden. In Deutschland nehmen die Preisträger verschiedener Wettbewerbe an der Olympiade teil. Dazu gehören der Bundeswettbewerb Mathematik, die Deutsche Mathematik Olympiade und auch Jugend forscht. Dazu gibt es auch jährlich die jeweiligen Webseiten, wie mo2016.de zur Bundesrunde der Mathematik Olympiade 2016 in Jena, auf denen man sich zu den Qualifikationen informieren kann. In anderen Ländern gibt es ähnliche und teilweise auch andere Kriterien.

Die Geschichte der Internationalen Mathematik Olympiade

Erstmals fand die Mathematik Olympiade auf internationaler Ebene im Jahr 1959 statt. Austragungsort war damals der Ort Brasov in Rumänien. Es nahmen unter anderem Teilnehmer aus der DDR, Bulgarien, Polen und Rumänien teil. Es war also zunächst ein Wettbewerb der damals sozialistischen Länder und sollte auch eigentlich nur einmalig stattfinden. Im nächsten Jahr gab es aber erneut eine Olympiade in Rumänien, sodass sich ein jährliches Event entwickelte. Über die Jahre nahmen immer mehr Länder teil. Unter anderem Finnland 1965, Großbritannien und Frankreich 1967, Griechenland 1975 und die Bundesrepublik Deutschland 1977.

Über die Jahre nahmen nicht nur immer mehr Nationen teil, auch wurde die Mathematik Olympiade in ganz verschiedenen Ländern ausgetragen. 1976 erstmals in einem nicht sozialistischen Land, nämlich in Lienz in Österreich. 1979 fand die IMO dann in London statt, zwei Jahre später erstmals auf einem ganz anderen Kontinent. Bei der IMO 1981 in Washington, USA, nahmen bereits 185 Teilnehmer aus 27 Ländern teil. In jedem Jahr wechselt der Austragungsort, sodass die austragenden Länder auch gleich die Gelegenheit haben, sich zu präsentieren und für den kulturellen Austausch zu sorgen.

Erstmals in Deutschland fand die Internationale Mathematik Olympiade 1965 statt, damals in Berlin in der DDR. Die Bundesrepublik Deutschland wurde hingegen 1989 als Austragungsort gewählt. 291 Teilnehmer waren in Braunschweig mit dabei. Im Jahr zuvor ging es nach Canberra, Australien, und ein Jahr danach nach Peking, China. Die Mathematik Olympiade ist also im wahrsten Sinne des Wortes international.

Weitere Mathematik Wettbewerbe

Mathe Wettbewerbe gibt es viele, vor allem auch in Deutschland. Über die Bundesrunde ist auch die Qualifikation für die Internationale Mathematik Olympiade möglich. Darunter gibt es unterschiedliche Wettbewerbe. Die teilen sich auch auf. Es gibt bundesweite Wettbewerbe für die Klassenstufen 5 bis 13, außerdem auch für Grundschulen. Hinter der Mathematik Olympiade in Deutschland steht der gleichnamige Verein. Auf der offiziellen Webseite kann man sich über die Turniere und Wettbewerbe informieren.

Fazit zu Mathematik Olympiade und andere Mathe-Wettbewerbe

Sicherlich werden viele Menschen um eine Mathematik Olympiade einen großen Bogen machen, die ohnehin mit Mathe nicht viel anfangen können. Aber wer sich für das Fach und die Teildisziplinen erwärmen kann, kann hier einen tollen Wettbewerb erkennen, den es schon viele Jahre gibt. Es geht hier in erster Linie eben nicht um den Wettbewerb, sondern auch um das Treffen anderer Schüler, um sich auf einer gemeinsamen Basis austauschen und Motivation in der Mathematik zu finden. Kulturell also eine sehr wichtige Veranstaltung.