Die Berliner Erklärung zur Weltsportministerkonferenz MINEPS V

Weltsportministerkonferenz MINEPS V
Sport

Sport spielt in der heutigen Gesellschaft eine wichtige Rolle und erfüllt die Funktionen der Gemeinschaft und Gesundheit. Das weiß man auch bei MINEPS – der International Conference of Ministers and Senior Officials Responsible for Physical Education and Sport. 2013 fand die Konferenz zum fünften Mal statt, dieses Mal in Berlin. Erneut kamen die internationalen Sportminister zusammen, um hier über die Zukunft des Sports zu sprechen. Als Ergebnis dieser fünften Konferenz wurde die Berliner Erklärung abgegeben. In ihr finden sich Ziele, die gemeinsam erreicht werden sollen. Sie ist eine Erklärung, die sich unmittelbar auf die Sportpolitik auf nationaler und internationaler Ebene auswirken soll. Über siebzig Minister aus aller Welt haben an der Konferenz teilgenommen.

Die MINEPS V in Berlin

1976 wurde erstmals eine International Conference of Ministers and Senior Officials Responsible for Physical Education and Sport abgehalten. Erstmals fand sie in Paris in Frankreich statt. Seitdem fand sie immer wieder in verschiedenen Städten und Ländern statt. 1988 folgte die Weltsportkonferenz in Moskau in Russland. Puncta del Este in Uruguay war Veranstalter der dritten Konferenz in 1999. Passend zu den Olympischen Spielen im selben Jahr fand die Weltsportkonferenz 2004 in Athen in Griechenland statt. 2013 war es dann so weit und erstmals war Deutschland Ausrichter, wofür die Hauptstadt Berlin gewählt wurde. Es ist die fünfte Konferenz, die daher auch MINEPS V genannt wird.

Welche Bedeutung die Veranstaltung hatte, zeigte sich schon an der Menge der Teilnehmer. Über 600 Teilnehmer waren bei der 5. UNESCO-Weltsportministerkonferenz mit dabei. Vom 28. bis zum 30. Mai 2013 waren das immerhin Teilnehmer aus 128 verschiedenen Staaten. Darunter waren auch 42 Sportminister, 28 Vize-Minister und Staatssekretäre sowie 26 Leiter von Sportbehörden der Länder. Auch NGOs, also Nicht-Regierungsorganisationen, waren mit an Bord. Zudem auch Leute aus der Praxis und der Wissenschaft. Eröffnet wurde die Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Irina Bokova, die UNESCO-Generaldirektorin.

Organisiert wurde die Konferenz von der UNESCO und dem Bundesministerium des Innern. Die Idee der Weltsportministerkonferenz besteht darin, sich mit wichtigen Vertretern des Sports auszutauschen und gemeinsame Ziele auf den Weg zu bringen, um national und internationale Sportbemühungen zu fördern. Dabei wurden in Berlin einige Schwerpunkte gesetzt. Der erste Punkt bestand im grundlegenden Recht, dass Sport für alle zugänglich sein sollte. Der zweite Schwerpunkt behandelte die Frage nach der Förderung von Investitionen, die Programme für Sport betreffen. Eine weitere behandelte Frage war die nach der Integrität des Sport.

Webseite mineps2013.de informiert über die Konferenz

Wer sich über die Inhalte und gesetzten Ziele der 5. UNESCO-Weltsportministerkonferenz informieren möchte, kann das auch auf der eigenen Seite machen. Unter mineps2013.de finden sich alle relevanten Informationen, die die Konferenz, die Inhalte und Teilnehmer betreffen. Eine Einleitung gibt es bereits auf der Startseite. Auf der linken Seite ist das Menü zu finden, dass die wichtigsten Punkte umfasst. Es gibt einen Punkt “Über die Konferenz”, außerdem zu den “Themen” und zu dem “Programm”. Besucher der Webseite können sich also sehr gezielt informieren. In diesen Bereichen lassen sich auch die Konferenzziele sehen, die noch einmal detaillierter beschrieben werden.

Die Berliner Erklärung zur Weltsportministerkonferenz MINEPS V
Screenshot der Webseite mineps2013.de zur Weltsportministerkonferenz MINEPS V

Für jeden Themenschwerpunkt der Weltsportkonferenz wurde eine Kommission gegründet, deren Ziele und Aufgaben noch näher beschrieben werden. Die Kommission I hatte es zur Aufgabe, sich mit dem Zugang zum Sport als grundlegendes Recht für alle auseinanderzusetzen. Dabei baute man auch auf Zielen und Erkenntnissen der vorhergegangen Sportkonferenzen auf. Vor allem der Zugang für Sport für Frauen, Mädchen und Menschen mit körperlicher Behinderung stand im Mittelpunkt. Im Zuge der Arbeit der Kommission wurde auch die Internationale Charta für Leibeserziehung und Sport der UNESCO erneuert.

Investitionen in Sportprogramme

Die Kommission II setzte sich mit der Förderung von Investitionen in Programme für Sport und Leibeserziehung auseinander. Unter anderem wurde aufgezeigt, dass sich Investitionen in Sportprogramme auch sozioökonomisch lohnen können. Bei der Kommission III hingegen ging es um die Wahrung der Integrität des Sports. Themen, die hier behandelt worden sind, waren unter anderem illegale Wetten, Korruption und Spielmanipulationen, die einen sauberen Sportablauf verhindern können. Es wurden Präventionsmaßnahmen und Sanktionen erarbeitet, um diesen Problemen Herr werden zu können, die sich leider in viele sportliche Wettbewerbe eingeschlichen haben.

Weitere Punkte der Webseite mineps2013.de sind “Dokumente” und “Informationen für Teilnehmer”. Wer sich einen Eindruck der Konferenz machen will, kann in der “Bildergalerie” Impressionen der drei Tage in Berlin gewinnen. Wer besondere Fragen hat, kann diese vielleicht schon im “FAQ”-Bereich beantwortet finden. Partner und Presse finden ihre gesonderten Informationen unter den expliziten Menüpunkten.

Die Berliner Erklärung

Wappen Berlin: Die Berliner ErklärungDie fünfte UNESCO-Weltsportministerkonferenz wird auch deshalb in Erinnerung bleiben, da sie mit der sogenannten Berliner Erklärung endete. Mit dieser verabschiedeten sich die Minister und Teilnehmer der 128 Länder, um konkrete Ziele für die Zukunft zu formulieren. Im Grunde enthält die Erklärung die erarbeiteten Ziele der drei Kommissionen, die sich mit den drei Schwerpunkten der Konferenz beschäftigt haben. Vor allem soll der Zugang zum Sport erleichtert bzw. für alle ermöglicht werden. Der Fokus soll dabei auf Frauen und Mädchen liegen, ebenso aber auch auf Menschen mit Behinderungen.

Ein weiteres Ziel umfasst den gesamten Aufbau von Sportgroßveranstaltungen, die in einen sozioökonomischen Kontext gesetzt werden soll. Das bedeutet, dass Sportgroßveranstaltungen vor allem transparent sein sollen, zudem nachhaltig und einen gesellschaftlichen Nutzen nach sich ziehen sollen. Außerdem soll die Integrität des Sports gewahrt bleiben, was konkret bedeutet, dass Manipulationen verhindert werden sollen. Die Berliner Erklärung soll eine klare Marschrichtung vorgeben und zudem auch ein starkes Zeichen darstellen.

Fazit für die Berliner Erklärung zur Weltsportministerkonferenz MINEPS V

Seit 1976 erstmals eine Weltsportministerkonferenz stattgefunden hat, gab es immer wieder alle paar Jahre eine Neuauflage, zu den Minister und Teilnehmer aus aller Welt anreisten, um sich über Sport und alle dazu gehörigen Themen auszutauschen. 2013 fand die Sportkonferenz zum fünften Mal statt, dieses Mal in Berlin. Man setzte sich drei Themenschwerpunkte, die in einzelnen Kommissionen behandelt wurden und zur Berliner Erklärung führten.

Die Schwerpunkte waren der leichtere Zugang zum Sport, den jeder Mensch haben sollte. Das betrifft vor allem auch Menschen mit Behinderungen sowie Frauen und Mädchen. Darüber hinaus gilt es, dass vor allem Großsportveranstaltungen transparent aufgebaut sein sollen und einen öffentlichen Nutzen haben sollten. Zuletzt war auch die Integrität des Sports ein wichtiges Thema, da diese durch Manipulationen gefährdet wird. Man einigte sich auch hierbei in der Berliner Erklärung auf Maßnahmen der Besserung.