Nirgendwo

Der Film „Nirgendwo“ ist ein deutsches Drama, welches am 27. Oktober in die Kinos kam. Es ist das Kinodebüt des deutschen Jungregisseurs Matthias Startes und klärt wichtige Fragen während des Erwachsenwerdens.

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Nirgendwo
  • Ludwig Trepte, Frederik Götz, Amelie Kiefer (Schauspieler)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren

Ein junger Erwachsener, Mitte zwanzig, kehrt nach einem Schicksalsschlag zurück an seinen Heimatort. Nun muss die Zukunft neu geplant werden, denn die Dinge ändern sich. Es ist immer schwierig, als junger Mensch steht eine Vielzahl von Entscheidungen an. Es geht um den richtigen Lebensweg! Wie soll ein Jugendlicher das bereits wissen? Wieso ändert sich so viel im Leben? Warum muss ein junger Mensch diese Entscheidung überhaupt treffen?

Nirgendwo – Besetzung / Darsteller, Drehorte und Regie

Regisseur Matthias Starte schaffte mit „Nirgendwo“ seinen ersten Langspielfilm mit 105 Minuten Laufzeit. Zusätzlich schrieb er auch das Drehbuch der Geschichte. Mit viel Hingabe widmete Starte sich der oft diskutierten „Generation Y“. Experten behaupten, dass das Leben der Mittzwanziger von einer treibenden Kraft geprägt ist. Es ist die Kraft, die eigene Zukunft eine Zeit lang ruhen zu lassen. Die Arbeit der Produktion übernahmen Jan Gallasch und Tobias Herrmann. Zum Bewundern sind alle Menschen ab dem 12. Lebensjahr eingeladen.

Kameramann Thomas Schiller filmte fast ausschließlich deutsche Nachwuchsdarsteller. Dazu gehören: Ludwig Trepte tarnt sich als BWL-Student Danny. Die Jugendfreundin Susu wird von Saskia Rosendahl auf die Leinwand gebracht. Amelie Kiefer rutscht in die Position von Dannys Schwester Kirsten. Dennis Mojen spielt den Kumpel von Danny, Rob. Im weiteren Verlauf tauchen noch eine ganze Reihe an Freunde auf, die von Jella Haase, Ben Münchow und Frederik Götz dargestellt werden. Alle Szenen wurden von Réne Loos und Elena Schmidt geschnitten. Die Musik zum Film stammt von Karsten Laser.

Zusammenfassung & Inhalt vom Film „Nirgendwo“

Danny trieb es für das BWL-Studium weit weg von zu Hause. Die kleine Ortschaft war ihm einfach inmitten des nirgends. In jungen Jahren war für Danny klar, dass es mehr im Leben geben muss, als Schrebergärten und ein nettes Haus. Ganz unverhofft erreicht ihn die Nachricht, dass sein Vater eines plötzlichen Todes gestorben ist. Eigentlich bestand nicht mehr viel Kontakt zum Elternhaus. Die Entscheidung, die Heimreise anzutreten, fällt ihm schwer. Zurück an die Wurzeln des Lebens. Ganz besonders, weil eine große Prüfung an der Uni auf ihn wartet. Es ist die Abschlussprüfung. Seine Schwester Kirsten und sein Kumpel Rob raten ihm zu der Reise und drängen ihn förmlich. Danny beugt sich und möchte aber direkt nach der Beerdigung wieder zurück.

In der Großstadt konnte Danny allerdings nicht sein Glück finden. Eine Stadt hat vieles zu bieten. Erscheint es aber als das Richtige? Dummerweise hat er damals das Studium nur auf Drängen seines Vaters begonnen. Damit gelang es dem Jungen, dem strengen Vater aus dem Weg zu gehen. Zeitgleich bekam er die benötigte Unterstützung. Eigentlich wollte der kleine Danny Fotograf werden. Heute lässt das Studium ihm keine Zeit mehr, seinen Hobbys nachzugehen. Er schafft es nur noch seine amourösen Abenteuer mit Fernauslöser festzuhalten.

Zurück in der idyllischen Provinz steht das alte Paradies vor ihm. In Kindheitstagen gab es auch gute Ereignisse, die ihm nun bewusstwerden. Danny trifft auf seine Jugendliebe Susu. Gefühle, die schon lange ins Abseits gedrängt wurden, entflammen wieder. Seine alten Freunde Kirsten, Rob und Fresi, sowie das Dauerpaar Tom und Mischa, sind allesamt, inklusive der Träume und Wünsche, noch fester Bestandteil des Lebens seiner netten Jugend. Bei alkoholreichen Abende diskutieren die alten Freunde jede noch so kleine Geschichte der Vergangenheit. Der unliebsame Teil waren die ständigen Streitereien mit seinen Eltern.

Seine Schwester ist nie aus dem Dorf herausgekommen. Kirsten hat noch die gleichen Jugendfreunde und nun erwartet sie ein Kind. Ist es das, was das Leben für uns bereithält?

Nach einiger Zeit muss der Student feststellen, dass es seinen alten Kumpels nicht viel anders geht. Alle sind von Zukunftsängsten, dem Streben nach der Erfüllung der Träume und den elterlichen Erwartungen geplagt. Es scheint, als ob die Tatsachen anders wären.

Danny und auch die anderen jungen Leute, müssen auf der Suche nach dem korrekten Platz im Leben Mut aufbringen. Die Jugend, die Eltern und alles Alte muss hinter sich gelassen werden. Nur dann kann der Mensch vorandrängen und seine Träume leben. Der Scheideweg: Danny soll nur erben, wenn er sein BWL-Studium beendet. In der Zwischenzeit traf er die Entscheidung, in Paris die Kunst der Fotografie zu studieren. Lediglich der Porsche seines Vaters kann den Weg nach Paris antreten. Wie sieht das Ende der Entscheidung aus?

Fazit & Kritiken zum Film „Nirgendwo“

Nirgendwo“ ist ein lockerer Film mit Fallhöhe, denn das Ende aller Entscheidungen birgt Konsequenzen und ernste Probleme. Ein Punkt geht an die Dialoge, die ausgeprägt und überzeugend wirken. Durchweg in allen Ebenen überlagern Entscheidungskonstellationen. Die aufgeworfenen Fragen lassen sich beliebig fortsetzen. Es sind nur allgemeine Fragen, die jeden Menschen heimsuchen. Die Kunst von Starter war es, derart unpersönliche und abstrakte Konflikte in eine nahbare und persönliche Geschichte zu verwandeln. Im Film ist die Gratwanderung zwischen Kitsch und Pathos nur stellenweise gelungen. Aber es existieren auch berührende Momente. Da sich fast jeder Zuschauer mit den Geschichten identifizieren kann, aus seiner eigenen Jugend.

Einige Stimmen existierten am Anfang, die besagten: „Nirgendwo“ ist ein Abklatsch von „American Pie 2“. Aber „Nirgendwo“ ist wesentlich weniger versaut, abgedreht und amerikanisch. Ausdrucksstark sind die echten Figuren mit echten Problemen. Der Zuschauer begibt sich auf eine Reise zum eigenen Ich. Dafür wird er mit starken, ruhigen Bildern abgeholt.

Letzte Aktualisierung am 21.08.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API