Dem Glück näher kommen – Warum jeder von einem Sechser träumt

Glück im Lotto und die großen Gewinne absahnen
Wissen

Der Weg ist das Ziel oder nein, der Traum ist ein Hauptgewinn. Egal was wir uns erträumen wollen, immer suchen wir in uns eine Lücke zu füllen. Das scheinbare Glück, welches uns mit einem Hauptgewinn endlich auf die Siegerstraße verhilft. Dabei wird der Gewinn hauptsächlich betriebswirtschaftlich aufgefasst und ist vonseiten der Ökonomie ein durchaus nachvollziehbares Konzept. Hier wird der Begriff Gewinn mit dreierlei Maß gemessen und ist Teil des Handelsrechts, der Kostenrechnung, des Steuerrechts beziehungsweise der Preis- und Markttheorie. Dazu jedoch im letzten Abschnitt mehr.

Angesichts des individuellen Lebensweges ist dieser Gewinn jedoch oftmals mit einem Einschnitt verbunden, der dem ganzen Lebensweg eine neue Richtung gibt. „Was man aus dem Schiffbruch rettet, ist Gewinn“ ist nur eines der vielen deutschen Sprichwörter, welches diese Ambivalenz zu erklären versucht. Das dieser Einschnitt, der Gewinn, also oftmals gar nicht so positiv ausfällt, mag wiederum Zufall sein oder es ist ein allgemein gesellschaftliches Phänomen à la „des einen Glück ist des anderen Leid“. Oftmals bleibt ein Gewinn somit allenfalls Schall und Rauch, ein Traum, dem wir ein Leben lang hinterherjagen und angesichts der Wahrscheinlichkeiten eben reiner Zufall ist. Im Gegensatz zu diesem scheinbar ungreifbaren täglichen Wachtraum, welcher uns das glückliche Händchen eines lebenserfüllenden „Lotto 6 aus 49“ Gewinns in allen möglichen wundervollen Bildern und Facetten zu schildern vermag, scheint unser Unbewusstes den Begriff Gewinn ein wenig exakter zu argumentieren und lässt uns in den Spiegel unserer eigenen Wahrheit, dem Leben schauen.

Die Bedeutung eines Gewinns im Unterbewussten!

Das Unbewusste ist uns im Alltäglichen weitaus näher, als es zunächst den Anschein hat. Dabei konkurrieren vor allen Dingen zwei Begriffe miteinander: das Unbewusste und das Unterbewusste. So laufen viele Bewegungsmuster, wenn diese erst einmal antrainiert wurden, unbewusst ab, also nahezu ohne jedwede Steuerung des Gehirns, wohingegen das Unterbewusste, als Teil der menschlichen Psyche, ein geistiger Prozess ist, der ohne Bewusstsein abläuft. Träumt jemand also von einem Gewinn so hat dies rein psychologisch betrachtet nicht unbedingt etwas mit materiellen Gütern zu tun, sondern kann sich ebenfalls auf zwischenmenschliche Beziehungen beziehen.

Vielmehr zeigt ein Traumgeschehen oftmals das genaue Gegenteil und fordert dazu auf, eine höhere Wachsamkeit gegenüber dem Gezeigten an den Tag zu legen. So kann ein Gewinn im Traum eine Warnung vor Verlust bedeuten, dem es entgegenzusteuern gilt. Den richtigen Riecher zu haben, ist somit wie ein Aktiengewinn, der sich dementsprechend auszahlt. So geben circa zwei Drittel der US-Top-Manager an, dass sie bei gravierenden Entscheidungen stets auf ihre Intuition, ihre innere Stimme hören. Dabei sollte jedoch immer auf die notwendige Sicherheit beim Spiel geachtet werden. Zurück zu den Träumen, so werden diese üblicherweise einer allgemeinen, einer psychologischen sowie spirituellen Deutung unterzogen.

Allgemein betrachtet muss der Träumende somit mit finanziellen Verlusten rechnen und sollte seine persönliche Lebenssituation in der Realität analysieren. Mitunter wird gerade ein Geschäft eingeleitet, von dem die Intuition bzw. das Unterbewusstsein nicht sehr überzeugt sind. Hier ist jedoch wichtig auf den Kontext zu achten. Handelt es sich z.B. um ein Kartenspiel, bei dem man im Traum gewinnt, steht dies für finanzielle Einbußen, ein Lottogewinn kann hingegen positiv betrachtet werden und der Träumende erreicht seine gesteckten Ziele. Psychologisch bedeutet ein Gewinn einen Hinzugewinn oftmals abstrakter Güter, wie Freunde oder Ähnliches, jedoch nicht unbedingt etwas Materielles. Diese Güter sind Teil der Ökonomie.

Gewinne gewinnen aus ökonomischer Sicht!

Gewinne aus ökonomischer SichtIm Gegensatz zu einem Hinzugewinn an Lebensfreude oder dergleichen ist der Gewinn aus rein wirtschaftlicher Betrachtungsweise allenfalls eine Zahlenreihe, die eine kurzfristige Erfolgsrechnung bei der jeweiligen Gewinnermittlung bedeutet. Im Gegensatz zum Jahresüberschuss, der eine positive Bilanz zwischen den Jahreserträgen sowie den in diesem Jahr getätigten Aufwendungen zeichnet, handelt es sich beim Gewinn um eine rein marktwirtschaftliche Jahresbilanz, die nur dann als positiv betrachtet werden kann, wenn der ermittelte Unternehmenswert gestiegen ist. Es findet somit allenfalls Gewinnstreben statt, welches den Unternehmer dazu animiert, die Bedürfnisse seiner potenziellen Kunden zu erfüllen, um im Wettbewerb des stets veränderlichen Marktes konkurrenzfähig zu bleiben. Ist dies eine Firma nicht mehr, so fließt der zuvor gemachte Gewinn allenfalls in die Konkursmasse mit ein.

Gewinne in der Wirtschaft

Gewinne in der WirtschaftDemzufolge wird ein Gewinn ökonomisch betrachtet, wie bereits erwähnt, jeweils anders ausgelegt. Im Handelsrecht wird der Gewinn als Unternehmensergebnis und Bilanz eines Geschäftsjahres durch die Differenz zwischen den erzielten Erträgen und den Aufwendungen errechnet. Bei der Kostenrechnung hingegen wird der Betriebsgewinn von dem neutralen Gewinn unterschieden, welches im ersten Fall einen Deckungsbeitrag bedeutet und im zweiten einen neutralen Wert ergibt. Steuerlich erfolgt die Ermittlung des Gewinns durch die Einkünfteermittlung und der Errechnung des Gewerbeertrags nach Paragraf 7 Gewerbesteuergesetz (GewStG).

Zuallerletzt bedeutet Gewinn in der Preis- und Markttheorie die Differenz zwischen Erlös und Kosten, die durch eine mathematische Ableitung den sogenannten Grenzgewinn ergeben. Der Grenzgewinn wird somit grafisch und rechnerisch durch mathematische Funktionen beschrieben, die einer Produktkalkulation dienen. Diese ist insofern wichtig, um den Stückpreis einer Ware, dessen Produktionskosten sowie den Brutto- und Nettoverkaufspreis aufeinander abzustimmen. Durch Vor-, Zwischen- und Nachkalkulationen ist es somit möglich, einen Betrieb betriebswirtschaftlich am Laufen zu halten.