Tears of Kali

Die Rahmenhandlung des Films „Tears of Kali“ erzählt von der Anfang der 80iger Jahre existierenden Taylor-Eriksson-Sekte, bei der der Sektenführer Eriksson neben der Selbstfindung auch mit dem Okkulten experimentiert, was zum Teil zu fatalen Folgen bei ihren „Jüngern“ führt.

Tears of Kali
  • Amazon Prime Video (Video on Demand)
  • Pietro Martellanza, Anja Gebel, Magdalena Ritter (Schauspieler)
  • Andreas Marschall (Regisseur) - Andreas Marschall (Autor)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 18 Jahren

Drei Episoden Shakti, Devi und Kali erzählen die unheimliche Geschichte einzelner Schüler der Eriksson-Gruppe und deren Grenzen sich in der Selbstfindung, Gewalt und Sexualität neu zu finden. So erzählt Shakti von Elisabeth, die vermutlich ihren Geliebten tötete, Devi von Rolin, der den besonderen Vorgehensweisen eines Arztes ausgesetzt ist und Kali, in der ein Dämon sein böses Spiel nicht nur mit Mira treibt.

Tears of Kali – Besetzung / Darsteller, Drehorte und Regie

Mit „Tears of Kali“ gab der frühere deutsche Zeichner für Comics und Plattenlabels Andreas Marschall, sein erstes Filmdebüt. Anfang der 1990 Jahre begann er mit der Produktion von Musikvideos. Immer schon am Genre Horror und Thriller interessiert entwickelte mit seiner Schauspielklasse Anfang 2000 die Horror-Kurzgeschichte Shakti, die die Grundlage für den Horrorthriller „Tears of Kali“ bildete. Mittlerweile folgten mit „Masks“ und „German Angst“ zwei weitere Filme dieses Genres.

Zu seinen Stab gehörten der Produzenten Heiner Thimm, Olivera Becker und der Kameramann Heiner Merten, wobei Marshall als Editor und Drehbuchautor fungierte. Der Soundtrack wurde von den Musikern John Panama und Bharti India komponiert. Die Hauptrollen übernahmen Mathieu Carriere , Cora Chilcott, Nuran Celik, Irena Jandris, Marcel Trunsch, Michael Balaun und Peter Martell. Gedreht wurde an der Schauspielschule „REDUTA“ in Berlin, in der Marshall selbst unterrichtet. Die Erstaufführung von „Tears of Kali“ fand am 31.Juni 2004 beim Wicked-Vision Forentreffen statt. Der Horrorthriller hat eine Länge von 106 Minuten und keine Altersfreigabe.

Zusammenfassung & Inhalt vom Film „Tears of Kali“

Ende der 70iger und Anfang der 80iger Jahre entstand ein wahrer Hype auf Themen, wie Selbsterfahrung und Meditation. Besonders in Indien, hauptsächlich in Poona, gab es viele Gruppen, insbesondere die Raijnisch Sekte, die sich mit dieser Materie beschäftigten und regen Zulauf hatten. Eine Abspaltung davon war die geheimnisvolle Taylor-Eriksson-Gruppe, die mit suspekten psychologischen Experimenten auf ihre Jünger einwirkte und sie damit zu willenlosen Wesen umfunktionierten. Nachdem einige Schüler verschwanden und auch Todesfälle nicht geklärt werden konnten, löste sich diese Sekte auf.

Ein finsterer Raum, spärliches Licht. Der Guru Eriksson geht leise durch Räume, in denen scheinbar kranke Sektenmitglieder liegen. Eine junge, blinde Frau schaut nach draußen und schneidet sich auf Wunsch ihres Lehrers die Augenlieder ab.

20 Jahre später…

1. Kapitel „Shakti“

Die Journalistin Tansul Yilmaz macht sich Undercover auf den Weg in eine Berliner Psychiatrie, um die Patientin Elisabeth zu interviewen. Aus Indien eingereist wird sie wegen Beihilfe zum Mord ihres Sektenführers Sarmafan, zu dem sie Mitglieder angestiftet haben soll, psychologisch betreut.

In einem Gespräch mit ihr, versucht Tansul, die wahren Hintergründe aufzudecken und schon bald verstrickt sich die sanfte Elisabeth in Widersprüche. Doch auch die Journalistin scheint etwas zu verbergen. Und im Fahrstuhl zeigen sich dann die wirklichen Kräfte der Tulpa und ihre Auswirkungen.

2. Kapitel „Devi“

Der rechtsextremistische Gewalttäter und Hooligan Robin Borg muss nach gerichtlicher Verfügung in psychiatrische Behandlung, um mit therapeutischer Hilfe von sein Gewaltexzessen geheilt zu werden. Doch immer wieder versucht er sich durch Lügen und aggressives Benehmen den Behandlungsmethoden von Dr. Steiner zu entziehen.

Um ihn aus der Reserve zu locken, wendet der Psychologie Hypnose an. Und hier zeigt der Seelenarzt sein anderes Gesicht. Nach dem Satz von Borg „Ich will raus aus meiner Haut“, wird er von Steiner gezwungen sich selbst zu verstümmeln.

3. Kapitel „Kali“

Der Wunderheiler Edgar Cornelsen, der selbst nicht an seine Fähigkeiten glaubt, wird von Mira gebeten, sie von ihren Rückenbeschwerden zu befreien. Während einer Gruppentherapie im Keller seines Hauses gelingt es Edgar, sie von ihrer aus Indien eingeschleppten Krankheit zu heilen.

Zu spät erkennt Cornelsen, dass er Mira zwar von ihrem Leiden erlöst hat, aber ein übernatürliches Wesen, das Haus unsicher macht. Und Kali, die Göttin des Todes und der Zerstörung, setzt ihre Kräfte frei. Denn der Dämon ist auf der Suche nach einem anderen Opfer.

Fazit & Kritiken zum Film „Tears of Kali“

Andreas Marshall, drehte „Tears of Kali“ nachdem er mit dem Filmfragment „Shakti“, in Oberammergau neue Investoren fand. Trotz niedrigem Budget gelang es ihm, mit neuen Themen am Beispiel der Psychotherapie und Selbstfindung einen neuen Weg im Horrorgenre einzuschlagen. Der Horrorthriller punktete vor allem im Ausland und wurde mit vielen internationalen Filmpreisen belohnt.

Tears of Kali“ wurde bis auf wenige Ausnahmen, mit unbekannten Schauspielern besetzt, die es, aber trotzdem schafften das Drehbuch glaubhaft umzusetzen. Die musikalische Untermalung mit meditativen, exotischen Rhythmen passen perfekt zur indischen Esoterik, wobei der Heavy Metal Rock manchmal etwas fehl am Platze wirkt.

Im Film selbst gibt es immer wieder Rückblenden, die die Rahmenhandlung bilden, und die drei Episoden gekonnt miteinander verbinden. Die unterschiedlichen Episoden beziehen sich auf die hinduistische Mythologie, was dem Thriller das Flair des Spirituellen verleiht. Im Großen und Ganzen ist „Tears of Kali“ ein gelungenes deutsches Erstlingswerk von Andreas Marshall als deutscher Horror. Er weist in manchen Szenen zwar Mängel auf, kann aber trotzdem mit anderen Filmen des gleichen Genres konkurrieren.

Letzte Aktualisierung am 31.03.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API