Trendsport Klettern – eine Sportart zum Wohlfühlen

klettern
Sport

Früher war das Klettern nur eine Randsportart: Obwohl bereits einige Jahrhunderte vor Christus die ersten Menschen versuchten, Felsen zu besteigen, wurde aus dieser Sport- und Freizeitbeschäftigung erst in den vergangenen Jahren zu einem wahren Trend. Diente das Klettern zu Beginn dazu, kulturelle Rituale zu praktizieren oder Feinde aus der erhobenen Lage besser ausspähen zu können, wird Klettern heute vor allem als Sport praktiziert. Doch noch immer gilt: Wer klettert, dem geht es besser, und zwar physisch und psychisch. Kaum ein anderes „Hobby“ verbindet so sehr die Stärkung der eigenen körperlichen wie seelischen Verfassung.

Kletterhalle statt Fitnessstudio

Dass es für die Fitness gesund ist, ab und an die Kletterhalle zu besuchen oder es draußen beim Freiklettern zu probieren, liegt auf der Hand: Hält man sich mit den Händen an den Griffen oder dazu geeignetem Gestein fest, wird die Muskulatur des ganzen Körpers beansprucht, der bei bestimmten Bewegungen das komplette eigene Gewicht tragen muss. Auch die Muskulatur von Rücken und Bauch wird beansprucht, was der eigenen Körperhaltung zugutekommt. Auch Menschen, die an einem Hohlkreuz leiden, profitieren physisch. Damit kann das Klettern einen ähnlichen Effekt wie der Besuch des Fitnessstudios haben. Dieser Effekt ist bei starker Anspannung des Körpers am größten.

Grenzen beim Klettern überwinden

Klettern hilft nicht nur, sich fit zu halten bzw. fitter zu werden, sondern wirkt sich auch positiv auf das Selbstbewusstsein aus. Ist die erste Kletterroute bewältigt, hat man körperliche und mentale Grenzen überwunden. Ein Glücksgefühl macht sich breit. Gerade beim ersten Versuch zweifeln viele, ob Klettern wirklich der für sie geeignete Sport ist, wenn sie die meterhohe Kletterwand oder den Felsen sehen. Hier ist die Überwindung gefragt, den ersten Schritt zu tun. Nach anfänglichen Erfolgserlebnissen wird man mutiger und mutiger, doch selbst im Falle eines Sturzes verliert der Athlet ein Stück seiner Angst, denn die adäquate Sicherung wird großgeschrieben.

Entweder wird der Kletterer durch ein Seil gesichert und aufgefangen oder er/sie kann sich auf speziellen Bouldermatten auffangen, die beim Bouldern in allen Trainingshallen installiert sind, um Verletzungen zu vermeiden. Wem dies zu heikel ist, der kann die Variante der Sicherung des Seils durch einen Partner, der dieses festhält, wählen. Wichtig ist, nur unter Anleitung ausgebildeter Trainer loszuklettern. Später gilt: Je höher die Kletterwand, desto höher die Herausforderung und desto größer die Freude über das Erreichen des Ziels. Höhenangst muss dabei kein Hindernis darstellen: Betroffene fangen zwar „kleiner“ an, können sich aber immer weiter steigern.

Die verschiedenen Varianten beim Kletter Sport:

Freiklettern
Die beliebteste Variante nennt sich Freiklettern. Hier darf der Kletterer nur den Felsen bzw. die Wand einsetzen, sich aber nicht an Haken, Seilen, etc. festhalten. Freiklettern ist unbedingt vom „free solo“ zu unterscheiden, wo auf jegliche Sicherung verzichtet wird. Beim Freiklettern wird über ein Seil abgesichert.

Sportklettern
Unter Sportklettern versteht man Freiklettern an Routen, die mit Bohrhaken, auch Bolts genannt, abgesichert werden. Bei dieser Disziplin, die in Kletterhallen oder Klettergärten ausgeübt wird, steht der sportliche Gedanke im Vordergrund. Es werden zahlreiche Wettkämpfe ausgetragen; sogar bei den Olympischen Spielen 2020 messen sich die weltbesten Sportkletterer miteinander.

Bouldern
Bouldern ist auch für Anfänger geeignet, denn man klettert in eher geringer Höhe. Auf Seil und Gurt kann dabei verzichtet werden. Ein „Crashpad“, eine Matte als Untergrund, kann die Stürze auffangen. Wer es ausprobieren will, kann dies in der Natur, aber vor allem in den florierenden Kletterhallen, die es in fast jeder größeren Stadt gibt, tun. Die Herausforderung besteht darin, verschieden schwierige „Probleme“ einer Etappe zu bewältigen.

Toprope-Klettern
Toprope bezeichnet die Sicherungsart bei dieser Variante. Hierbei hängen der Kletterer und sein Partner das Seil in einer Umlenkung ein, während der Kletterer im Falle eines Sturzes (oder wenn er eine Pause braucht) durch seinen Partner am Boden gesichert wird. Durch Einnehmen des Seiles durch den Sicherer kann sich der Gesicherte fortbewegen. Diese Variante findet vor allem bei Anfängern Verwendung.

Vorstiegsklettern
Vorstiegsklettern eignet sich für Fortgeschrittene und Profis. Das Seil wird in Zwischensicherungen eingehängt, sodass die Fallhöhe größer als beim Toprope-Klettern ist. Dem Sicherer kommt viel Verantwortung zu, da er stets auf einen Absturz vorbereitet sein muss und verhindern soll, dass der Gesicherte mit der Wand kollidiert. Wichtig ist: Beim Outdoor-Klettern darf nie auf die passende Ausrüstung mit entsprechender Kleidung, Schuhwerk, Helm und anderen Gegenständen wie Taschenlampen verzichtet werden.

Der Trendsport Klettern boomt!

Der Klettersport ist also für eine immer weiterwachsende Gruppe ein Gewinn für Körper und Geist. Das zeigen auch die Zahlen: 1989 gab es in Deutschland nur 20 Kletterhallen, die mehr als 100qm Fläche bieten. 2015 war diese Zahl auf 440 angestiegen. Die Mitgliederzahlen der Vereine steigen, ständig werden neue Boulderhallen gebaut, Großunternehmen wie Adidas bauen ihr Sortiment aus und 2020 ist Klettern sogar olympisch.

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