Typische Reparaturen bei älteren Autos

VW Käfer wird reparariert.
Auto

Wer ein älteres Auto fährt, muss mit regelmäßigen Werkstattbesuchen rechnen. Denn selbst wenn das Fahrzeug und dessen Motor und Getriebe gut in Schuss sind, fallen immer wieder kleine Reparaturen an Verschleißteilen wie Bremsen, Reifen, Beleuchtung und der Kupplung an. Wir haben hier zusammengefasst, mit welchen Eingriffen Sie rechnen sollten, wenn Ihr Auto 15 Jahre oder älter ist.

Typische Reparaturen bei alten Autos

Die Liste der Arbeiten die bei einer Inspektion eines alten Fahrzeuges in der Auto-Werkstatt anfallen, ist leider länger, wie es bei einer Neuwagen Inspektion der Fall ist. Dennoch gibt es typische Reparaturen, die sich einplanen lassen und somit keinen unerwarteten Angriff auf den Geldbeutel bedeuten müssen.

Bremsen, Bremsbeläge und -scheiben

Reparatur der Bremsen bei einem alten Auto.Eine funktionierende Bremsanlage ist selbstverständlich enorm wichtig für die eigene Sicherheit. Leider handelt es sich bei den Bremsen samt Belägen und Schreiben um Verschleißteile, welche nach gewisser Zeit eines Austauschs bedürfen. Die Bremsbeläge müssen durchschnittlich nach 50.000 Kilometern Fahrt ersetzt werden, da sie zu diesem Zeitpunkt meist bereits abgenutzt sind. Bei älteren Fahrzeugen ist eine regelmäßige Überprüfung der Bremsanlage besonders wichtig, da diese Autos es im Gegensatz zu neueren Modellen nicht im Cockpit anzeigen, wenn mit den Bremsen etwas nicht stimmt.

Beleuchtung und Batterie

Batterie im AutoMit kleinen Reparaturen wie jenen an der Beleuchtung hat fast jeder Fahrzeugbesitzer früher oder später zu tun. Schließlich leuchten die kleinen Lämpchen in den Scheinwerfern in der Regel nur zwischen 500 und 1.000 Stunden. Eine typische Reparatur wie diese ist zum Glück schnell gemacht. Kleine Eingriffe können mittlerweile einfach online gebucht werden. Viele Autofahrer tauschen die Lämpchen sogar selbst aus, was besonders bei älteren Modellen häufig möglich ist.
 

Auch die Autobatterie hält nicht für immer. Eine leere Batterie ist der häufigste Grund für eine spontane Panne. Besonders die Batterien in älteren Autos haben eine begrenzte Lebensdauer und müssen irgendwann ersetzt werden. Niedrige Luftfeuchtigkeit und ein trockener und sauberer Motorraum unterstützen die Batterie allerdings dabei, länger zu halten. In der Regel muss sie nach fünf bis sieben Jahren ausgetauscht werden.

Auspuffanlage

Die Abgasanlage ist dafür bekannt, Autofahrern Probleme zu machen und gehört zu den typischen Reparaturen bei älteren Autos. Sie ist enorm anfällig für Rost und muss durchschnittlich nach spätestens fünf Jahren überholt oder teilweise ausgetauscht werden. Vor allem bei älteren Modellen ist das der Fall, da der Auspuff bei diesen meist noch nicht mit einem Rostschutz versehen wurde. Glücklicherweise macht eine reparaturbedürftige Abgasanlage schnell auf sich aufmerksam; beispielsweise durch Geräusche, Überhitzung oder eine vermehrte Rauchentwicklung. Die regelmäßige Inspektion ist hier besonders wichtig, vor allem auch, um durch die TÜV-Prüfung zu kommen.

Motor- und Getriebeöl

Ältere Fahrzeuge neigen dazu, mehr Öl zu verbrauchen als neuere Modelle. Das liegt vor allem daran, dass der Motor schon einige Jahre alt und dementsprechend belastet ist. Demnach ist es bei alten Fahrzeugen besonders wichtig, den Ölstand regelmäßig zu kontrollieren. Das ist eine Sache von fünf Minuten und lohnt sich absolut: Schließlich ist eine ausreichende Schmierung enorm wichtig für das Herzstück des Fahrzeugs und beugt Motorschäden vor.

Das Getriebeöl wird bei der jährlichen Inspektion in der Kfz-Werkstatt überprüft und bei Bedarf erneuert.

Kupplung

Die Kupplung ist enorm wichtig für die Fahrtüchtigkeit. Leider neigt sie mitsamt ihrer Beläge zu Verschleiß. Fahrzeugbesitzer, die ihr Auto über mehrere Jahre behalten, kommen an Reparaturen oder einem Austausch meist nicht vorbei. Moderne Kupplungen halten in der Regel mehr aus, was gleichzeitig bedeutet, dass ältere Fahrzeugmodelle gerne von Defekten betroffen sind. Bei einem guten und sanften Umgang mit der Kupplung schaffen die Beläge in der Regel etwa 150.000 Kilometer Fahrt. Beschädigte Beläge bemerkt man meist an einem Rutschen beim Kuppeln. Die Kupplung sollte einmal jährlich bei der Inspektion überprüft werden, um Folgeschäden zu vermeiden.

Rost- und Lackschäden

Fast jedes Auto ist früher oder später von Kratzern, Rost- und anderen Lackschäden betroffen. Wie stark ein Auto davon betroffen ist, hängt unter anderem davon ob, wie das Auto täglich abgestellt wird. Steht es draußen im Freien, sind die Gefahren für Schäden durch Hagel oder andere Widrigkeiten um ein wesentliches höher, wie im besseren Fall die tägliche Unterbringung in einer geschlossenen Garage.

Ungeachtet davon empfiehlt es sich, das Fahrzeug regelmäßig selbst auf rostige Stellen zu kontrollieren, da diese häufig noch eigenständig entfernt oder ausgebessert werden können. Handelt es sich nur um Flugrost (die erste Stufe der Rostentwicklung), lässt sich dieser mit einem weichen Tuch und einer Politur entfernen. Kratzer im Lack lassen sich mit einem Lackstift und einer anschließenden Schicht Klarlack ausbessern.

Sind die Kratzer größer, lohnt sich allerdings die Fahrt in die Werkstatt: An tieferen Kratzern kann nämlich schnell aggressiver Rost entstehen. Auch größere rostige Stellen sollten besser vom Experten entfernt werden, anstatt zu Schleifpapier und Lack zu greifen. Zur Vorbeugung findet man im Netz eine riesige Auswahl an Rostschutzmitteln.

Regelmäßige Wartung und Inspektion

Die jährliche Inspektion wird gerne unterschätzt oder verschoben. Besonders bei Autos, die schon einige Jahre auf dem Buckel haben, ist sie aber besonders wichtig. Bei dem fachmännischen Check in der Werkstatt werden alle oben genannten Punkte und Komponenten des Fahrzeugs genau unter die Lupe genommen. Ein Problem an der Kupplung, dem Auspuff oder den Bremsen kann so bereits erkannt werden, bevor drastische Schäden entstehen. Bei älteren Fahrzeugen ist das auch deshalb so wichtig, weil es viele Austauschteile nur noch selten oder zu enorm hohen Preisen zu erwerben gibt. Letztendlich sparen Sie sich also Kosten und Nerven, wenn Sie Ihr Herzstück regelmäßig in die Fachwerkstatt bringen. Wann das Auto gewartet werden sollte, können Sie im Serviceheft des Fahrzeugherstellers nachlesen. Je nachdem, welches Modell Sie fahren, gibt es auch Kfz-Spezialisten, die sich besonders gut mit den typischen Macken und Problemen Ihres Autos auskennen.