Was ist der Unterschied zwischen CBD und CBN?

Was ist der Unterschied zwischen CBD und CBN?

Die Geschichte von CBD (Cannabidiol) gleicht einer Erfolgsstory – bis Mitte des letzten Jahrzehnts war der natürliche Wirkstoff (Cannabinoid) der Hanfpflanze ein Geheimtipp unter Menschen, die nach einem langen Arbeitstag etwas Entspannung suchten. Heute ist CBD aufgrund seiner vermuteten wohltuenden Eigenschaften ein wichtiger Bestandteil vieler Produkte in den Bereichen Wellness & Fitness, Nahrungsergänzungsmittel sowie in der Kosmetik- und Lebensmittelbranche. Zudem meldet die Pharmaindustrie Interesse an.

Seit einiger Zeit macht auch CBN (Cannabinol) von sich reden. Eigentlich das erste Cannabinoid, welches aus Hanf gewonnen werden konnte, wurde es lange Zeit nur als Abfallprodukt angesehen. Inzwischen gehen Experten davon aus, dass CBN wie die meisten Cannabinoide durchaus positive Wirkungen auf das menschliche Wohlbefinden haben könnte.

Was ist CBD?

CBD bewirkt keinen Rausch! Der Substanz werden eher entspannende, krampflösende und schmerzlindernde Attribute zugeordnet. Neben dem psychoaktiven Cannabinoid THC (Tetrahydrocannabinol) ist CBD wohl der bekannteste Wirkstoff des Cannabis.

 

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Cannabidiol hat in den letzten Jahren eine wachsende Anzahl von Anwendern gefunden, die um ihr Wohlgefühl bemüht sind. Die Qualität der Produkte wurde mit der Zeit stetig verbessert. Und besondere Züchtungen machen es möglich, dass Cannabis Sorten mit immer höherem CBD Gehalt auf den Markt kommen.

Entstehung von Cannabidiol

Entstehung von CBDDie höchste Konzentration von CBD ist in den Blüten von Cannabis enthalten. Cannabidiol entsteht in der Pflanze über den Prozess der Biosynthese, bei dem sich die beiden Vorläufermoleküle Geranylpyrophosphat und Olivetolsäure verbinden. Dabei bildet sich CBDA (Cannabidiolsäure). Um von CBD profitieren zu können, muss die getrocknete Biomasse einem Prozess der sogenannten Decarboxylierung unterzogen werden. Dabei wird das Pflanzengut erhöhten Temperaturen ausgesetzt, wobei sich die Cannabidiolsäure in CBD transformiert.

Sobald dieser Schritt erfolgt ist, wird der Wirkstoff mittels CO2-Extraktion schonend aus der Pflanzenmasse gelöst. Dazu wird Kohlenstoffdioxid (CO2) benötigt, welches mittels Erhitzung und Druck in einen Aggregatzustand versetzt wird, der sich als Zwischenstadium von gasförmig und flüssig beschreiben lässt.

In einem hermetisch abgeriegelten Extraktor werden Pflanzenmasse und CO2 nun zusammengebracht. In einfachen Worten dringt das Kohlenstoffdioxid dabei als Gas in das zu bearbeitende Material ein und löst als Flüssigkeit das Cannabidiol heraus. Danach verflüchtigt sich das CO2 rückstandslos in der Atmosphäre.

Wirkungen von CBD

Wirkungen von CBDDie Untersuchungen zum Potenzial von CBD stehen noch am Anfang. Nach derzeitigem Wissensstand entfaltet CBD seine Wirkungen über die Rezeptoren des menschlichen Endocannabinoid Systems (ECS). Davon konnten bisher mit CB1 und CB2 zwei Stück lokalisiert werden. Das ECS verteilt sich über den gesamten Organismus und übernimmt die Funktion der Reizweiterleitung.

Die Reizweiterleitung läuft über komplexe biochemische Prozesse ab. Dabei docken körpereigene Transmitterstoffe (Endocannabinoide) an besagten Rezeptoren an und blockieren oder aktivieren bestimmte Reize. Es wird vermutet, dass CBD als Phytocannabinoid dieselbe Funktion wie Endocannabinoide aufweist und deren Aufgabe übernehmen kann. In diesem Falle würden dann negative Gefühle wie Schmerz und Trauer blockiert und positive Emotionen wie Freude und Liebe aktiviert werden.

Daraus ergeben sich breit gefächerte Wirkungsfelder. So soll CBD die Schlafaktivität fördern und Entzündungen schon im Ansatz entgegenwirken. Es wird vermutet, dass die beruhigenden Effekte die diversen Ausprägungen von Stress einschränken können. Weitere Annahmen gehen davon aus, dass Cannabidiol die Bildung von Anandamid fördert. Dieser endogene Wirkstoff kommt besonders häufig im zentralen Nervensystem vor und wird landläufig als Glücksmolekül bezeichnet, obwohl es eigentlich eine mehrfach ungesättigte Fettsäure ist.

Weiterführende Informationen zu dem Cannabinoid CBD und CBD Produkten bietet der Hersteller Nordic Oil: https://nordicoil.de/cbd-oel.html.

 

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Was ist CBN?

CBN besitzt genau wie CBD keine berauschenden Eigenschaften. Vielmehr wird dem Cannabinoid eine beruhigende Wirkung zugeschrieben. Laut Anwendern sorgt CBN vor allem für eine signifikante Verbesserung des Schlafrhythmus und wird gerne als natürliches Beruhigungsmittel genutzt. Allerdings stecken wissenschaftliche Forschungsprojekte auch bei CBN noch in den Kinderschuhen.

Entstehung und Wirkung von CBN

Entstehung und Wirkung von CBNDie Entstehung von CBN unterscheidet sich von den meisten anderen Cannabinoiden. Sie bedarf keiner enzymatischen Reaktion. CBN entsteht während des Alterungsprozesses von THC und bildet sich, wenn Tetrahydrocannabinol Licht, Wärme und Sauerstoff ausgesetzt ist. Um CBN aus der Pflanze zu lösen, wird wie bei Cannabidiol das oben beschriebene CO2-Verfahren angewendet.

Als Cannabinoid setzt es ebenfalls am ECS an, damit die Effekte zur Geltung kommen. Diese sollen neben den schon beschriebenen beruhigenden Momenten darin liegen, Verspannungen in der Muskulatur zu lösen, weshalb es von Sportlern gerne in Regenerationsphasen genutzt wird.

Der Unterschied zwischen CBN und CBD

Der Unterschied zwischen CBN und CBDNach dem jetzigen Forschungsstand weisen CBD und CBN einige Unterschiede auf. Zum besseren Verständnis listen wir diese auf.

Eigenschaften, die ausschließlich CBD zugeschrieben werden:

  • Das Cannabinoid liegt in der Pflanze als CBDA vor. Es muss über den Prozess der Decarboxylierung in CBD umgewandelt werden.
  • CBD soll die Konzentrationsfähigkeit fördern.
  • Der Endocannabinoid-Spiegel im Organismus kann erhöht werden.
  • Entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkungen werden angenommen.
  • Der Forschungsstand ist im Vergleich zu CBN relativ weit fortgeschritten.

Merkmale, die für CBN gelten:

  • Der Wirkstoff bildet sich während des Alterungsprozesses von THC.
  • CBN wirke eher entspannend denn belebend.
  • Wenige Forschungsergebnisse sind einsehbar.

Gibt es auch Gemeinsamkeiten?

Zur Komplettierung seien an dieser Stelle die Gemeinsamkeiten beider Cannabinoide aufgezeigt:

  • Entspannende, beruhigende und schlaffördernde Eigenschaften werden vermutet.
  • Die Wirkungen entfalten sich aller Wahrscheinlichkeit nach über das Endocannabinoid System.
  • Auswirkungen von Stress könnten eingedämmt werden.
  • Beide Substanzen besitzen keine berauschenden Wirkungen.