VOLT

Benno Fürmann spielt im Film „VOLT“ einen rastlosen Polizisten, der sich mit den Konsequenzen seiner Aggressivität auseinandersetzen muss. Währenddessen befindet er sich auf der Suche nach sich selbst. „Volt“ ist ein dystopischer Thriller aus dem Jahre 2016. Die Premiere fand am 24. Juni 2016 auf den Filmfestspielen in München statt. Mehr als ein halbes Jahr später, am 2. Februar 2017, kam er auf die deutsche Leinwand.

VOLT
  • Prime Video, Freigegeben ab 16 Jahren
  • Laufzeit: 80 Minuten
  • Benno Fürmann, Sascha Alexander Gersak, Denis Moschitto , Anna Bederke, Kida Khodr Ramadan
  • Deutsch

Das zentrale Thema wird aus Sicht des Täters behandelt. Die Tat, eine Tötung eines Menschen, ist von Anfang an klar und wird auch sofort gezeigt. Am Ende soll die Antwort der Frage klar sein: Was löst die Tötung im Dienst bei dem Täter aus?

Volt – Besetzung / Darsteller, Drehorte und Regie

Der Polizeithriller „Volt“ des Regisseurs Tarek Ehlail flimmert über die Leinwand über eine Länge von 80 Minuten. Er selbst schrieb ebenfalls das Drehbuch zum Film. Aufgrund der Tiefe der Tat liegt eine Altersfreigabe ab dem 16. Lebensjahr vor. Jonas Katzenstein und Maximilian Leo führten die Produktion und die Arbeit fand in Deutschland und Frankreich statt.

Besetzung: Der Polizist Volt wird durch Benno Fürmann lebendig. Sascha Alexander Geršak zeigt den Zuschauern Torsun. Ayọ tritt klar und deutlich als Lablanche auf. Kida Khodr Ramadan spielt Hassan-Zedah. Drasko wird durch Stipe Erceg verkörpert. Denis Moschitto mimt Adama. Anna Bederke tritt als Bea in Erscheinung. Des Weiteren folgen André Hennicke und Tony Harrisson Mpoudja als Polizeichef und Hesham.

Die Musik für die Untermalung des Thrillers stammt von Alec Empire. Wohingegen die Kameraführung und der Schnitt von Mathias Prause und Andrea Mertens gemeistert wurden.

Zusammenfassung & Inhalt vom Film Volt

Die Zeichen der Zeit stehen für eine Schließung der deutschen Außengrenzen. Alle Migranten befinden sich in abgelegenen Gebieten und vegetieren nur so dahin. Die Transitzonen sind mittlerweile zu Slums verkommen. Die Staatsdiener verwenden eine sehr rassistische Sprache, wenn sie über sich selbst und die Ermittler reden. Da tauchen Wörter wie Bullen oder Krawattenträger auf. Der Polizist Volt gerät oft in Verbindung mit zu vielen Drogen, vernarbter Haut oder auch mit flüchtigem Sex. Diese Szenen beschreiben nicht nur den gegenwärtigen Zustand des Beamten, sondern auch seine Vergangenheit, inklusive seines vermeintlich sozialen Aufstieges.

Diese Flüchtlingssituation droht ständig zu eskalieren. Die meisten in den Camps sind der Ansicht, dass sie geflohen sind, um zu überleben. Doch die Polizei steckt die Menschen einfach weit weg von den eigenen schönen Häusern in eine Transitzone, hinter einer bewachten Mauer. Gedanken keime auf, dass der Staat die Flüchtlinge einfach vergessen möchte. Das lassen sie sich nicht gefallen. Oftmals bringen nur brutale Polizisten die wütenden Menschen auf nötigen Abstand. Während einer Razzia der Polizei kommt es zu einem Kampf. Auf der einen Seite steht der Polizist Volt und auf der anderen Seite der Flüchtling Hesham. Am Ende des Kampfes liegt er tot auf dem Boden, erwürgt von Volt.

Warum kam es dazu? Hesham verletzte den Polizisten, sodass Gewalt gegen Gewalt sprach. Der Polizist entkommt ungesehen aus dem Areal. Ein gebildeter Untersuchungsausschuss soll den Vorfall aufklären. Aber Volt wird von seinen Kollegen weiter gedeckt. Allerdings plagen ihn jede Menge Schuldgefühle. Mit diesen Gefühlen kehrt er in Zivil an den Ort des Geschehens zurück. Im Lager lernt er die Schwester des Opfers, Lablanche, kennen. Die beiden kommen sich näher und beginnen eine Affäre.

Ständig folgt Volt er ihr, erst als Retter, später als Freund. Aber ständig als Lügner. Tagsüber kämpft er sich tapfer mit Schuldgefühlen an der Front und nachts begibt er sich auf die andere Seite, ebenfalls mit Schuldgefühlen. Mit ihrer Hilfe fängt Volt an, seine Weltansichten zu überdenken. Eigentlich muss er sich entscheiden, auf welcher Seite er steht, denn die Unruhen, als Ausläufer seiner Tat, werden immer heftiger. Nach einiger Zeit gesteht er der Schwester den Mord.

Als Gegenleistung händigt er ihr seine Dienstwaffe aus. Sie hat die Erlaubnis, ihn zu töten. Lablanche erschießt Volt aber nicht. Sie ist sich bewusst, dass die ganze Welt später nur noch über den toten Bullen reden würde, anstatt über ihren toten Bruder. Mit voller Wucht schmeißt sie die Pistole zu Boden. Erst wesentlich später findet ein junger Flüchtling die Waffe. In diesem Zuge taucht ein Zeuge in den Nachrichten auf, der den Mord an Hesham beobachtet haben soll. Ist das der Grundstock einer absoluten Eskalation oder ist es den Ordnungshüter möglich, alles wieder unter Kontrolle zu bekommen?

Fazit & Kritiken zum Film Volt

Volt“ zeigt, fast über die gesamte Handlung, nur wenig Licht. Völlige Dunkelheit, betont durch künstliches Neonlicht, lassen die Szenen noch düsterer wirken. Die minimalistischen Industrial-Sounds von Alec Empires passen sehr gut zu den entsättigten Farben, mit denen Regisseur Tarek Ehlail arbeitet. Die Zuschauer werden auf eine düstere Zukunft vorbereitet. Der elektrisierende Anfang flacht schnell ab und am Ende steht lediglich die Hauptfigur noch unter Strom. Leider dreht Ehlail dem Drehbuch zu früh den Saft ab. Es ist zu formell gehalten, sodass es dem Publikum nicht unter die Haut geht. Die Entwicklung des Charakters Volt ist sehr vorhersehbar und die Handlungen sehr schematisch konstruiert.

Allerdings findet der Regisseur immer wieder klar sprechende Bildkombinationen, die mehr aussagen, als die Dialoge selbst. Die Gespräche der Beamten unter sich sind klischeehaft und wirken nicht authentisch. Später erscheint dieses Gelaber eher als eine Dokumentation. Die Geschichte zündet nicht. Ein Grund dafür ist die unverhohlene Moralität. Das Geheimnis verleiht der Story trotzdem ein gewisses Extra. Das Thema ist brandaktuell. Die Atmosphäre und der Stil drücken die Schwächen in den Hintergrund.

Letzte Aktualisierung am 14.11.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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